Jedes Bild treibt den Künstler Leopold Schropp zu einem nächsten an.

Atelier Worb: Der Getriebene

Das Ausstellungsjahr 2026 wird von einem Worber eröffnet. Vom 27. Januar bis zum 15. Februar zeigt Leopold Schropp in einer Retrospektive ältere und neue Werke in der Galerie Atelier Worb.

Die Kunst war schon früh ein wichtiger Bestandteil im Leben von Leopold Schropp, ebenso der Wunsch, sich selbst der Malerei zu widmen. Geboren ist er 1939 in München. In den frühen 1950er Jahren absolvierte er eine Malerlehre, um sich das technische Können anzueignen, im Anschluss besuchte er diverse Kunstschulen. 1969 übersiedelte er in die Schweiz, aktuell lebt und arbeitet er in Worb an der Farbstrasse.

Auf der Suche nach seinem eigenen Stil orientierte er sich an Bestehendem. So entstanden Bilder, die Werken von Francisco Goya oder Pablo Picasso nachempfunden waren. Aber auch bei Vertretern der russischen Moderne wie Serge Poliakoff und Wassily Kandinsky fand er Anregungen, wie er sagt. Unter seinen älteren Werken findet sich auch gegenständliche Malerei, doch das Abstrakte überwiegt klar. 1971 habe er nach einem neuen Ansatz gesucht: «Ich wusste nicht weiter und begann neu nur mit Punkten. Das erste solche Bild sah mir dann überraschend nach einer Landschaft aus. So nannte ich es Kosmos.»

RETRO
Jedes Bild treibt ihn zu einem nächsten an. «Jedes entstandene Bild ist wie eine Frage nach einem weiteren. Das ist bis heute so geblieben.»  Schropps Farbpalette reicht von erdigen Tönen, bis zu bunten, klaren Farben. Sein Werk widerspiegelt verschiedene Aspekte der abstrakten Kunst, so spielen in einigen Werken kubistische Elemente eine Rolle, in anderen setzt er den Fokus auf rechtwinklige Strukturen. In der Serie «Espace» sucht er nach einem Farbauftrag, der natürlich gewachsen erscheint. In schnellen, forschen Pinselstrichen trägt er die Farbe auf dem Malgrund auf. «Das bringt eine vollständige Auslieferung an den Zufall mit sich», erklärt Leopold Schropp. Die so entstandenen Bilder büssen jedoch nichts von ihrer Klarheit ein und gehören zu den aussagekräftigsten Bildern in seinem Werk. Die Betrachtenden können sich auf die umfassende Werkschau eines getriebenen Künstlers freuen. AW

Ausstellung


Vernissage
Dienstag, 27. Januar 2026, 18 Uhr

Öffnungszeiten
Freitag 17 bis 19 Uhr
Samstag 14 bis 17 Uhr
Sonntag 13 bis 16 Uhr

Der Künstler ist an den Samstagen von 15 bis 17 Uhr und an den Sonntagen von 14 bis 16 Uhr anwesend.

Mehr zu Leopold Schropp unter www.leopoldschropp.ch und zur Galerie Atelier Worb unter www.atelierworb.ch

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