In ihrer Kunst lotet Daniela Camponovo den Spielraum zwischen den Extremen aus. Bild: zvg

Atelier Worb: «Ich lebe in meiner Malerei»

Die Berner Künstlerin Daniela Camponovo ist zurück im Atelier Worb. In der Ausstellung «Dazwischen» zeigt sie Werke aus den vergangenen Jahren, die in kräftigen Farben die Spannungsfelder zwischen Mensch und Natur thematisieren.

Es ist nicht einfach die Werke von Daniela Camponovo künstlerisch einzuordnen. Ihre Bildsprache hat Anknüpfungspunkte an den Expressionismus. Doch in der Malerei ist sie immer ihren eigenen Weg gegangen. Ungefiltert bringt sie ihre Beobachtungen, meist in Acryl, auf die Leinwand. Menschliche Körper stellt sie jenseits der gängigen Schönheitsideale dar. «Das rein Schöne hat mich nie interessiert», so die Künstlerin. Die Liebe zur Kunst wurde ihr sprichwörtlich in die Wiege gelegt; ihre Mutter, ebenfalls Malerin, hat ihre Tocher früh gefördert. Schon als Mädchen und junge Frau widmete sie sich in ihrer Freizeit, neben dem Fussball, ihren anderer Leidenschaft, dem Zeichnen und Malen. Als Aktmodell in der Schule für Gestaltung verdiente sich Daniela Camponovo erste Stunden im Aktzeichnen. Ihr beruflicher Werdegang führte sie jedoch, nach diversen Ausbildungen in Wirtschaft, Marketing und Kommunikation, in die Kreativwirtschaft. Zuletzt führte sie ihre eigene Kommunikationsagentur in Bern. Seit 2007 lebt sie ausschliesslich in und für die Kunst. Nach Aufgabe ihres Geschäfts hat sie ihre künstlerische Ausbildung mit Semesterkursen an der Schule für Gestaltung und auf Malstudienreisen abgerundet. Seit 2012 sind ihre Werke regelmässig an Gruppen- und Einzelausstellungen zu sehen. In der Galerie Atelier Worb war sie zuletzt 2018 zu Gast.

Dazwischen
Ihre Kunst schöpft Daniela Camponovo aus sich selbst heraus, meistens nach Skizzen oder aus dem Kopf. In einem Furor aus kräftigen Farben und Pinselstrichen entfesselt sie ihre Emotionen auf der Leinwand, stellt Politisches Persönlichem oder Zartes Dramatischem gegenüber. «In meinen Bildern geht es um das Leben, aber auch um den Tod. Nähe und Distanz, Werden und Vergehen, Mensch und Tier.» Dabei pendelt sie zwischen figurativer und abstrakter Malerei. Schemenhafte Gestalten bevölkern ihre Bildwelten oder treten als grobe Zeichnung in den Vordergrund. Abgelöst werden diese eindringlichen Bilder von Landschaften, die die poetische Seite der Künstlerin zeigen. Als das «Dazwischen» betrachtet Camponovo den Spielraum zwischen diesen Extremen, wobei es die Künstlerin nicht unterlässt, auch die sanften Töne anzusprechen. Mit ihrer direkten Bildsprache öffnet ihre Kunst den Raum für die Betrachtenden, eigene Erfahrungen zu reflektieren. Ihre mehrheitlich grossformatigen Werke suchen nicht nach Erklärung, sondern wollen gesehen werden. AW

Ausstellung

13. bis 29. März
Atelier Worb, Enggisteinstrasse 2

Vernissage
Freitag, 13. März, ab 18 Uhr
Einstimmung: Michael Schläfli, Literatur- und Kulturvermittler

Öffnungszeiten
Freitag 17 bis 19 Uhr
Samstag 14 bis 17 Uhr
Sonntag 13 bis 16 Uhr
Die Künstlerin ist anwesend.

Mehr zu Daniela Camponovo unter www.camponovoart.ch
Mehr zur Galerie Atelier Worb unter www.atelierworb.ch

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