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Der Bau der neuen Brauerei verzögert sich. Bild: zvg

Brauerei Egger: Neubau braucht mehr Zeit

Im Sommer 2026 hätte bereits das erste Egger Bier in der neuen Brauerei in Worb gebraut werden sollen. Dazu ist es noch nicht gekommen. Das Projekt befindet sich weiterhin in der Detailplanung. Am Ziel hält die Brauerei aber fest: Egger soll auch künftig in Worb gebraut werden.

Als die Brauerei Albert Egger AG im Mai 2025 ihre Pläne für den Neubau präsentierte, sollte die neue Anlage im Sommer 2026 in Betrieb gehen. Der Braubetrieb am bisherigen Standort wurde im September 2025 eingestellt und die Produktion vorübergehend nach Appenzell verlegt. Inzwischen ist klar, dass der Neubau mehr Zeit braucht als zuerst vorgesehen. «Wir sind später dran, als wir ursprünglich geplant und angekündigt haben», sagt Geschäftsführer David Santschi. Vor der definitiven Baueingabe wurde eine Voranfrage durchgeführt. Dabei hätten sich verschiedene Punkte ergeben, die nun noch genauer ausgearbeitet werden müssten.

Auf dem Gelände an der Rütimoosstrasse wurde die ehemalige Sortierhalle inzwischen entfernt. Von der neuen Brauerei ist vor Ort aber noch wenig zu sehen, weil ein gros­ser Teil der Arbeit derzeit in der Planung stattfindet. Diese ist technisch anspruchsvoll: Produktionsanlagen, Kühlung sowie Wasser- und Energieversorgung müssen aufeinander abgestimmt werden. Zudem sollen bestehende Anlagen aus Winterthur teilweise weiterverwendet werden. Das schont Ressourcen, macht die Planung aber auch aufwendiger.

Als nächster Schritt folgt die definitive Baueingabe. Erst danach lässt sich laut Santschi besser einschätzen, wann der Bau beginnt und die neue Brauerei in Betrieb gehen kann. Einen neuen Termin möchte Egger deshalb vorerst nicht nennen.

Bis zur Inbetriebnahme der neuen Anlage in Worb werden die Egger Biere weiterhin bei der Brauerei Locher in Appenzell produziert. David Santschi ist dort regelmässig an Produktionssitzungen und Degustationen beteiligt und bezeichnet die Zusammenarbeit als eng und partnerschaftlich. Auch beim Neubau bleibt Locher ein wichtiger Partner. Rohstoffeinkauf, Logistik und Vertrieb werden innerhalb der Gruppe gemeinsam organisiert. Die Verantwortung für den Standort Worb bleibt weiterhin bei Santschi. Die neue Anlage soll ungefähr die bisherige Produktionsmenge ermöglichen, gleichzeitig aber moderner und flexibler arbeiten. Durch eine stärkere Automatisierung soll künftig auch bei Spezialitäten mehr möglich sein.

Während beim Neubau noch Geduld gefragt ist, kann Egger beim Bier selbst Erfolge vermelden. Bei den World Beer Awards 2026 wurde das Zwickler mit Gold ausgezeichnet und erhielt zusätzlich den Titel «Country Winner» in seiner Kategorie. Auch das Lager gewann Gold, während Dunkel, Maximus und Pilot mit Silber ausgezeichnet wurden.

Für Egger sind die Auszeichnungen ein schöner Erfolg. Gleichzeitig wird weiter an der neuen Brauerei und an der Rückkehr der Produktion nach Worb gearbeitet. Für Santschi bleibt deshalb die wichtigste Botschaft: «Wir sind später dran, als wir angekündigt haben. Aber wir bauen in Worb.» ASHVINI RAJASEKAR

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