In den Bilderwelten von Filip Haag trifft das Impulsive auf Kontrolle. Bild: zvg

Galerie Nielaba & Partner: Impulsivität trifft auf Kontrolle

In der laufenden Ausstellung der Galerie Nielaba werden noch bis zum 10. Januar 2026 Werke des Berner Künstlers Filip Haag gezeigt. Am 18. Dezember können sich die Gäste der Galerie in der Wäbi Worb auf ein Werkstattgespräch mit Professor Dr. Peter J. Schneemann freuen.

Die Werke von Filip Haag entstehen ohne Vorgabe, intuitiv und experimentell, getrieben von dem Wunsch, dass ein Bild entsteht. Kein Bild von etwas, sondern ein Bild an sich. Daher ist sein Malprozess offen, voller Umwege und oft überraschend. Haag studierte an der Universität Zürich Kunst- und deutsche Literaturgeschichte. 1986 fand er – autodidaktisch – zur Malerei. Seither zeigt sein künstlerisches Schaffen eine bemerkenswerte Vielfalt; er malt, zeichnet, fotografiert und schreibt.

Imaginationen
Filip Haag malt oft mit der blossen Hand, diesem an sich groben Farbauftrag setzt er akribisch gezeichnete Linien und feinste Pinselstriche entgegen. So trifft impulsive Geste auf kontrollierte Präzision. Dadurch entstehen Bildwelten voller Tiefe. In den letzten Jahren hat sich auch ein markanter Wandel in der Farbgebung vollzogen. Während in seinen älteren Werke noch eine reduzierte Farbigkeit dominiert, findet sich seit einigen Jahren auch Gold in seiner Bildsprache. Der Werkstoff mit seiner unvergleichlichen Resonanz steht als Metapher für die Transformation zwischen physischer Materialität und metaphysischer Spiritualität. Seine Malerei wird von einem freien, unbändigen Geist getragen, was sich direkt in seinen ausdrucksstarken Bildern niederschlägt.
Am 18. Dezember wird Professor Dr. Peter J. Schneemann in der Galerie Nielaba zu Gast sein und die Besuchenden durch ein Werkstattgespräch führen. Schneemann studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Philosophie in Freiburg i. Br., Colchester und Giessen. Seit 2001 ist er Direktor der Abteilung Kunstgeschichte der Gegenwart an der Universität Bern. Im Anschluss sind die Besuchenden zu einem Weihnachtsapéro eingeladen. AW

Die Ausstellung läuft noch bis zum 10. Januar 2026. Werkstattgespräch und Weihnachtsapéro: 18. Dezember 18.30 bis 21.30 Uhr

Vom 22.12.2025 bis 6.1. 2026 ist die Galerie geschlossen, Terminvereinbarungen sind auf Wunsch möglich.

Mehr zu Filip Haag unter www.filiphaag.ch
Und zur Galerie Nielaba & Partner unter galerie-nielaba.com

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