Hitzeinsel oder Überflutungsschäden?

Bereits am Schülerturnier-Wochenende erreicht uns eine Hitzewelle aus Spanien mit bis zu 35 Grad. Anschliessend sind gemäss Wetterprognosen wieder Regenfälle mit bis zu 20 l pro m² geplant. Die Wetterereignisse gehen von einem Extrem in das andere. Was bringt die Zukunft? Was können wir beitragen? 

Das Klima im Dorf wird zu einem grossen Teil durch die Bebauung geprägt. Das verdichtete Bauen, welches auf einer Seite durch weniger Landverlust sowie mit mehr Wohnungen glänzt, ergibt auf der anderen Seite immer mehr versiegelte und verdichtete Flächen. Dies widerspricht dem natürlichen Zustand eines nicht bebauten Gebietes und führt bei Regen zu erhöhten Oberflächenabflüssen. Kann das saubere Regenwasser nicht versickern, landet es in der teuren Abwasserreinigungsanlage. Andersrum gibt es das Auftreten von sogenannten urbanen Hitzeinseln und langanhaltende Trockenzeiten. So heizen sich in stark versiegelten Bereichen die Glas-, Stahl- und Betonfassaden sowie Strassenflächen auf. Eine mögliche Kühlung durch verdunstendes Wasser wird durch die sofortige Ableitung des Niederschlages verhindert. Die Begrünung von Flächen (z.B. Dächer, Fassaden, Strassenzüge) fördern die Verdunstungskühlung und wirken der Entstehung von Hitzeinseln entgegen. Gleichzeitig können durch zurückgehaltenes Regenwasser die Kanalisationsleitungen entlastet werden, was sich indirekt auch wieder auf die Gebühren auswirkt. 

Jeder Bauherr, ob Gemeinde oder Private, kann hier seinen Beitrag leisten. Durch Rückhalt, Entsiegelung und Abkopplung, Versickerung und Verdunstung des anfallenden Regenwassers kann bereits ein grosser Beitrag geleistet werden. Steingärten sind daher keine guten Optionen und sind auch für die Biodiversität nicht sonderlich förderlich. Ein guter Ansatz liefert hierbei das Konzept der Schwammstadt, welches bei den Fachverbänden im Aufbau ist. Für interessierte empfehle ich daher das Youtube-Video «Berlin is Becoming a Sponge City»

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Thomas Hofer,
Die Mitte,
GGR-Mitglied

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