«JA» zur Sternenmatt 

Ich habe eine emotionale Bindung zur Sternenmatt. Wie viele, die in Worb aufgewachsen sind, erinnere ich mich gerne an Spaziergänge durch die Volière. An den Beo, den wir zum Sprechen animieren wollten, an das Füttern der Hirsche mit Kastanien und altem Brot. Die schwingenden Äste der alten Bäume, die zum Draufklettern und Schaukeln ideal waren. So viel Idylle. 
Und dennoch sage ich «JA» zur Umzonung Sternenmatt. Dies hat folgende Gründe:

  1. Die schöne Volière mit den alten Bäumen und der Pétanque-Anlage sind nicht Teil des Bauprojekts. Die Grünzone hinter dem Restaurant Sternen ist heute durch einen Drahtgitterzaun abgesperrt und kann von niemandem genutzt werden. Mit dem geplanten Generationenspielplatz wird ein schöner naturnaher Übergang bis zum Sternen entstehen. Ein Mehrwert für unser Zentrum. Ein Naherholungsort und Treffpunkt für Jung und Alt.
  2. Die Halter-AG hat die Sternenmatt und das Restaurant Sternen aus privater Hand erworben und möchte das Areal bebauen und das Restaurant erhalten. Da die Halter-AG die Zustimmung der Politik und der Bevölkerung für die Zonenplanänderung braucht, ist sie früh mit allen Interessengruppen in Kontakt getreten. Wünsche, Anregungen und Vorstellungen wurden aufgenommen. Die Gemeinde konnte so ihre Bedingungen für den Wettbewerb festlegen. Die Halter-AG ist diesen Wünschen weit entgegengekommen.
  3. Das vorliegende Projekt ist ökologisch vorbildlich. Es werden Wohnungen im mittleren Preissegment entstehen. Dank der zentralen Lage setzt das Projekt auf den Langsamverkehr. Deshalb entsteht pro Wohneinheit nur ein Parkplatz.
  4. Wohnraum im Raum Bern und in unserer Gemeinde ist rar. Es ist im Interesse aller, dass neuer Wohnraum an zentralen, gut erschlossenen Standorten entsteht. Die Sternenmatt ist ein idealer Standort. 

Das Komitee «Heit Sorg zu Worb» hat ganz wunderbare Ideen entwickelt, wie das Restaurant Sternen und die Sternenmatt zum Wohle aller genutzt werden könnten. 
Mit der Realität haben diese Vorstellungen leider nichts zu tun. Die Gemeinde besitzt schon das angrenzende Areal der Badi und Eisbahn. Schon nur der Unterhalt dieser Anlagen ist für die Gemeinde schwer zu stemmen. 
Davon auszugehen, dass wir nun auch noch die Sternenmatt mit dem Restaurant erwerben, die freie Fläche in einen Park verwandeln, das Restaurant zu einem Generationenhaus umbauen und das Ganze dann auch noch unterhalten, ist völlig illusorisch.

Deshalb zurück zu den Fakten:
• Wir brauchen neuen, bezahlbaren Wohnraum an zentraler Lage. 
• Die innere Entwicklung ist sinnvoll.
• Der «Bächu» wird renaturiert und ökologisch aufgewertet. Die Biodiversität wird gefördert und der geplante Generationenspielplatz im Zentrum wird ein attraktiver Treffpunkt für die ganze Bevölkerung. 

Deshalb sage ich «JA» zur Umzonung Sternenmatt! 

Abstimmungsempfehlung der Grünen:
JA zur Änderung der Verfassung der Einwohnergemeinde Worb
JA zur Änderung der Kantonsverfassung (Einführung dringliche Gesetzgebung)
JA zur Volksinitiative «Für ein besseres Leben im Alter (Initiative für eine 13. AHV-Rente)»
NEIN zur Volksinitiative «Für eine sichere und nachhaltige Altersvorsorge (Renteninitiative)»

2110_Politforum-Grüne_Flentje-Sibylle

Sibylle Flentje, 
Mitglied GGR

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