Mobilitäts-Tipps – Dein Schrank, dein Impact

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Fast Fashion machts möglich: Neue Kollektionen, günstige Preise und immer frische Trends – Mode war selten so leicht zugänglich wie heute. Doch je häufiger neue Lieblingsstücke in den Kleiderschrank einziehen, desto schneller müssen andere wieder weichen. Die Altkleidersammlung ist dafür nur eine von mehreren Lösungen.

Die Zahlen sind beeindruckend – und besorgniserregend zugleich: In der Schweiz fallen jedes Jahr rund 110 000 Tonnen Alttextilien an. Etwa die Hälfte wird gesammelt, doch nur ein Bruchteil findet ein zweites Leben. Das Angebot übersteigt die Nachfrage bei Weitem.
Gemäss der Europäischen Umweltagentur haben die Menschen 2024 europaweit im Schnitt 19 Kilo Textilien gekauft – das bedeutet einen ganzen Koffer voll und 2 Kilo mehr als noch 2019. Massgeblich verantwortlich für die Zunahme sind billig produzierte Kleider aus Asien. Die ökologischen Folgen sind erheblich: Herstellung, Transport, Wasserverbrauch und Chemikalien belasten Böden und Gewässer, zudem entstehen hohe CO₂-Emissionen.
Fast Fashion belastet jedoch nicht nur die Umwelt, sondern auch die Menschen in der Produktion. Weltweit arbeiten rund 60 bis 75 Millionen Menschen in der Textilindustrie, die Mehrheit sind Frauen. Viele verdienen Löhne weit unter dem Existenzminimum und arbeiten unter unsicheren, teilweise gefährlichen Bedingungen.
Langsam findet ein Umdenken statt. So hat die Schweizer Textilbranche eine vorgezogene Recyclinggebühr auf Kleidungsstücke vorgeschlagen. Mit den Einnahmen kann eine professionelle Recycling-Infrastruktur aufgebaut und betrieben werden.
Veränderungen sind jedoch auch ohne Vorschriften möglich: Wer stärker auf Qualität setzt, Kleider länger trägt und gelegentlich Secondhand kauft, trägt dazu bei, den Druck auf Umwelt und Menschen zu reduzieren. Zum Beispiel das Brocki des Frauenvereins in Worb verkauft gut erhaltene Secondhand-Kleidung und finanziert mit dem Erlös soziale Projekte.

Quelle: PUSCH

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