Eine Delegation des Vereins Pro Schule Ost hat die alten Schulmöbel abgeholt. Bild: zvg

Oberstufenzentrum Worbboden: Schulmobiliar gespendet

Mit dem Umzug des Schulbetriebs vom roten Schulhaus in die Container, wurden die Klassen gleichzeitig mit neuem Schulmobiliar ausgerüstet. Die alten,  nicht mehr verwendeten Tische und Pulte wurden an den Verein Pro Schule Ost gespendet. Nun kommen die Möbel in einer Schule in der Ukraine zum Einsatz.

Am 14. April 2026 ist ein Lastwagen, beladen mit altem und nicht mehr benötigten Schulmobiliar von Worb Richtung Ukraine aufgebrochen. Die insgesamt 326 Tische, Stühle und Pulte sollen in einer Schule im Süden von Kiew ein neues Zuhause finden.
Mittlerweile sind die Schulprovisorien im Worbboden fertig eingerichtet und mit neuen Möbeln ausgerüstet worden. Seit Ende der Frühlingsferien findet der Unterricht nun dort statt. Somit beginnt nächstens der Hauptkern der Gesamtsanierung, derzeit laufen letzte Vorbereitungsarbeiten.
Auf Anreiz von Schulhauswart Thomas Wymann wurde davon abgesehen, die alten Möbel zu entsorgen. So hat die Umweltabteilung im Auftrag von Gemeinderat Adrian Hauser nach einer Organisation gesucht, die eine grössere Menge an altem Schulmobiliar zu Spendenzwecken übernehmen kann. Fündig ist man im Verein Pro Schule Ost geworden. Die humanitäre Hilfsorganisation mit Sitz in Winden, Kanton Thurgau, sammelt neben Schulmobiliar auch Kleidung, einfache Küchenutensilien, sowie Spielsachen und Sport- und Turngeräte um diese an bedürftige Schulen im Osten Europas weiter zu geben. Mitorganisiert wurde der Transport von in der Schweiz wohnhaften Ukrainern, die von Freiwilligen von Pro Schule Ost beim Verladen der Möbel unterstützt wurden.
Der schonende Umgang mit Ressourcen und die Idee der Kreiswirtschaft, ist ebenfalls Teil des Energieleitbildes, welches eines der Legislaturziele des Gemeinderates ist.
Auch für Privatpersonen gibt es verschiedene Möglichkeiten die Nutzungs- oder Lebensdauer von Produkten zu verlängern. Sei es durch den Besuch einer Brockenstube oder eines Repair-Cafés. Kreislaufwirtschaft lässt sich auch im Kleinen umsetzen. Statt Geräte, wie beispielsweise Werkzeuge, zu kaufen, können diese auch gemietet oder geteilt werden. Oder man hört sich in der Nachbarschaft um, wer das entsprechende Produkt besitzt. Vielleicht bietet sich in einem Quartier die Möglichkeit Werkzeuge und Gartengeräte für die Bewohnenden zugänglich zu lagern. Das bringt dann auch den schönen Nebeneffekt mit sich, die Nachbarschaft besser kennen zu lernen. AW

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