Das Planungsteam bestehend aus Ortsplaner Kevin Stucki, Landschaftsarchitektin Hanna Schwartze und den Architekten Daniel Egger und Adrian Wiesmann (v.l.n.r.) stellten in Richigen die mögliche Zukunft des Rösslis vor. Bild: AW

Rössli Richigen: Jetzt ist die Bevölkerung gefragt

Das geplante Projekt auf dem Rössli-Areal in Richigen nimmt Form an. Am 23. Februar 2026 wurde an einem Informationsanlass der aktuelle Stand vermittelt. In welcher Art das ehemalige Restaurant Rössli künftig genutzt wird, hängt nun auch von der Richiger Bevölkerung ab.

Im Lauf der Zeit hat das 1844 erbaute Gebäude-Ensemble immer wieder sein Gesicht und auch die Nutzung geändert. So beherbergte es neben einer Brennerei eine Bäckerei, eine Schreinerei und später einen Tanz- und Trinksaal. Ebenso wurden immer wieder neue Gebäudeteile angebaut. Nun steht die nächste grosse Veränderung bevor, wie das Planungsteam rund um Adrian Wiesmann von Wiesmann Architect am 23. Februar zeigte. Seit dem ersten öffentlichen Workshop im Juni 2024 wurde eine Variante erarbeitet, wie das Rössli künftig aussehen könnte. So sollen spätere Anbauten abgerissen werden und am denkmalgeschützten Bestand weitergebaut werden. Ergänzt werden soll das Ensemble durch ein Wohnhaus mit Einstellhalle. Obschon in erster Linie Wohnungen entstehen, soll der Biergarten weiterhin öffentlich genutzt werden. Die vorgestellte Variante sieht dort einen eingeschossigen Anbau vor, der als Vereinslokal genutzt werden kann. Bis dahin wird noch einige Zeit vergehen, das Workshopverfahren zur Entwicklung des Areals wird fortgeführt. Über die Fortschritte soll regelmässig informiert werden, wie Peter Oberli von Seiten der Eigentümerschaft versichert: «Wir wollen nichts über die Köpfe der Richiger hinweg entscheiden.» So ist aktuell auch noch offen, wie sich die öffentliche Nutzung künftig gestalten soll. Einen Landgasthof im traditionellen Sinn wird es nicht mehr geben. Ein Bistro oder ein Café sei aber im Bereich des Möglichen, solange sich jemand bereit erklärt, ein solches Lokal zu betreiben. So hielt es auch Adrian Wiesmann fest: «Ein Wunschkonzert wird es nicht geben. Wenn man etwas Bestimmtes will, muss man sich dafür engagieren.» Gebaut werde nur, was auch wirklich genutzt wird. Hier sind nun auch die Richigerinnen und Richiger gefragt, wer sich für einen lebendigen Dorftreffpunkt engagieren will, kann sich mit dem Talon in dieser Zeitung bei der Bauabteilung Worb melden. AW

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