Helene Bieri (links) und Brigitte Pfeiffer packen in der Rossmarie für die anstehende Bar-Bara Saison. Bild: AW

Rossmarie Richigen: Die Rössle sagt Good-Bye

Am vergangenen 17. Juli war die Rossmarie zum letzten Mal regulär geöffnet. Bis Ende Jahr werden noch einige geplante Events durchgeführt, bevor das Pop-up endgültig geschlossen wird. Der Grund: Die Besuchszahlen waren zu gering, um das Lokal erfolgreich weiterführen zu können.

Nach einem knappen Jahr Restaurantbetrieb mussten Helene und Roland Bieri feststellen, dass Aufwand und Ertrag in einem Missverhältnis stehen. Auch Events wie das Konzert von Bubi Eifach oder die Comedy Night haben weniger Leute nach Richigen gezogen als erwartet. Beim regulären Gastrobetrieb sei es ebenfalls ein Auf und Ab gewesen. Die Bieris sind mit diesem Entscheid im Reinen. «Wir haben von Anfang an gesagt, wir schauen, wies läuft. Nun mussten wir über die Bücher. Die Rechnungen und Löhne konnten wir immer bezahlen, aber unter dem Strich ist halt nichts hängen geblieben», so Helene Bieri. Zudem sei neben dem Arbeitsaufwand kaum Zeit für die Familie gewesen. Die Gründe für das Ausbleiben der Gäste sind vielseitig. Spätestens seit der Pandemie haben es Gastrobetriebe auf dem Land nicht leicht. Auch wenn bei der Rossmarie mit dem grosszügigen Parkplatz und der, wenn auch nicht immer glücklichen, ÖV-Anbindung alles vorhanden ist, ist die Lage des Gasthofes nicht optimal. Helene Bieri hat auch die Vermutung, dass die Rossmarie die Erwartungshaltung der Gäste nicht erfüllen konnte: «Einige haben vielleicht einen Landgasthof im klassischen Sinn erwartet. Ein solcher Küchenbetrieb war für uns keine Option, finanziell hätten wir das nicht stemmen können. Obschon uns die Besitzer mit der Miete sehr entgegengekommen sind.»

Ursprünglich war das Pop-up Rossmarie als Zwischennutzung gedacht, bis das geplante Bauprojekt auf dem Areal des ehemaligen Restaurants Rössli startet. Auch Peter Oberli von Seiten der Eigentümerschaft bedauert die Schliessung. «Mit der Zwischennutzung wollten wir den Leuten etwas bieten, das auch gewünscht wurde. Der Bedarf scheint aber nicht da zu sein.» Über den Fortschritt der geplanten Umbauarbeiten will er noch nicht zu viel verraten. «Das Werkstattverfahren wird bald abgeschlossen. Nun muss noch alles geprüft werden», sagt Oberli. Für die Eigentümer ist es nun wichtig, dass die Liegenschaft zwischenzeitlich weiter genutzt wird. Nach einer Möglichkeit, die ab Januar 2027 zum Tragen kommt, wird derzeit gesucht. Derweil werden in der Rossmarie geplante Events wie das Pup Quiz, Konzerte und Themenpartys noch durchgeführt, bis Roland und Helene Bieri den Schlüssel im Dezember endgültig umdrehen.

Rössle geht, Bärble bleibt

Während die Rossmarie von Anfang an mit Startschwierigkeiten zu kämpfen hatte, ist die Containerbar Bar-Bara mittlerweile ein Selbstläufer. Am 30. Juli 2026 startet die Bärble beim Oberstufenzentrum Worbboden bereits in ihre 6. Saison. Wie erwartet kann sich das Konzert- und Gastroprogramm sehen lassen. Dieses Jahr findet auch die Bundesfeier von Worb zum ersten Mal bei der Bar-Bara am Bach statt. Ob die Bar künftig auch ausserhalb der Saison im August aufpoppen wird, lässt sich derzeit noch nicht sagen. «Wir machen das, so lange wie es uns Spass macht. Die Bärble war immer gut besucht und es fägt auch mit den Leuten, die zu uns kommen. Jetzt schauen wir, wie der August läuft», sagt Helene Bieri. AW

Das Programm der Rossmarie 
findet sich unter: www.rossmarie.ch

Mehr über die Bar-Bara: www.bar-bara.ch

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