Guy Lanfranconi, Christoph Schneider und Alain Lanfranconi freuen sich über das neue Clubhaus. Bild: AW

SC Worb: Clubhaus am Worbboden neu eröffnet

Am 17. April 2026 wurde das neue Clubhaus am Worbboden eingeweiht. Das ursprüngliche Clubhaus entstand bereits 1999. Der damalige Holzbau, ursprünglich ein Kindergarten, war über Jahre hinweg Zentrum des Vereinslebens. Nach 25 Jahren war das Gebäude jedoch stark gealtert: veraltete Installationen, bauliche Schäden und hygienische Mängel. Eine Sanierung hätte diese Probleme nicht nachhaltig behoben, daher kam es zu einem Neubau.

Bereits 2023 begannen die ersten Abklärungen. Rasch entstand daraus ein konkretes Projekt mit einer gros-sen Herausforderung: der Finanzierung. «Die grösste Hürde war ganz klar die Finanzierung», sagte Christoph Schneider, Clubpräsident und treibende Kraft hinter dem Projekt. Banken reagierten zurückhaltend, Finanzierungsanfragen blieben zunächst offen.
Umso wichtiger war der Rückhalt aus dem Umfeld. Zahlreiche Beiträge machten das Projekt möglich. «Am Ende war es die Gemeinschaft, die das möglich gemacht hat», so der Clubpräsident. Ergänzt wurde die Finanzierung durch ein Darlehen der Gemeinde. Insgesamt setzte sie sich aus Eigenkapital, öffentlichen Beiträgen, Sponsoring sowie privaten Spenden und Crowdfunding zusammen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 500 000 Franken.
Viele beteiligte Unternehmen engagierten sich zudem überdurchschnittlich stark für das Projekt. Besonders hervorzuheben ist dabei die Arbeit des Architekturstudenten Alain Lanfranconi, der grosse Teile der Planung eigenständig übernahm und wesentlich zum Gelingen beitrug. Seine Motivation war auch persönlicher Natur. Seine Geschwister waren im Verein aktiv, und er wollte dem SC Worb etwas zurückgeben. Unterstützt wurde er durch das Architekturbüro Lanfranconi, das zusätzliche Leistungen von der Projektentwicklung über das Baugesuch bis zur Ausführungsplanung ebenfalls kostenlos erbrachte.
Bei der Gestaltung setzte der Architekturstudent auf einen nachhaltigen Holzbau. Das Gebäude wurde leicht vergrössert, um den heutigen Anforderungen gerecht zu werden. Die rote Farbgebung passt zum Umfeld am Worbboden. Ergänzt wird das Clubhaus durch eine Terrasse, die zusätzlichen Raum bietet und bei Sonne wie Regen genutzt werden kann. «Das Clubhaus ist mehr als nur ein Gebäude – es ist ein Zuhause für den Verein», betonte Alain Lanfranconi. Das Clubhaus ist für den Verein weit mehr als nur Infrastruktur. Es ist ein Ort für Begegnungen, gemeinsame Abende und den Austausch abseits des Spielfelds und ein fester Bestandteil des Vereinslebens.
Mit dem Baustart 2025 wurde das Projekt umgesetzt. Der Bau verlangte viel Koordination. «Machen ist viel krasser als wollen», fasste Herr Schneider zusammen. Trotz Herausforderungen konnte das Clubhaus im Frühjahr weitgehend fertiggestellt werden. Künftig entfallen viele Unterhalts- und Ersatzkosten, zudem wird mit geringerem Energieverbrauch gerechnet.
Mit der Eröffnung ist ein wichtiger Meilenstein erreicht. Nun geht es darum, das neue Clubhaus mit Leben zu füllen – auch wenn bereits weitere Entwicklungen am Worbboden angedacht sind. Für Markus Beck, Clubhaus-Wirt, macht sich das im Alltag bereits bemerkbar. In der neuen Küche fühlt er sich «vögeliwou» und kann deutlich professioneller arbeiten.

ASHVINI RAJASEKAR

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