Stiftung Alterssiedlung Worb: Wechsel im Stiftungsrat

Nach neun Jahren als Präsidentin hat Annemarie Pulver ihr Amt per 1. Januar 2026 an Anne-Marie Abend übergeben. Im gleichen Zug wurden Gemeinderätin Elena Lanfranconi als Vorsteherin des Departements Soziales von Amtes wegen und Claudia Schneider-Kaeser neu in den Stiftungsrat gewählt.

In ihrer 15-jährigen Tätigkeit im Stiftungsrat, davon wie oben erwähnt, neun Jahre als Präsidentin, hat Annemarie Pulver die Stiftung Alterssiedlung Worb massgeblich geprägt. So wurde unter ihrer Leitung der Name «Flora – wohnen und geniessen» eingeführt. Der Stiftungsrat hält in seiner Pressemitteilung Folgendes fest: «Für das grosse Engagement zum Wohle der älteren Generation gebührt Annemarie Pulver grosser Dank und grosse Anerkennung.» Auch ausserhalb der Stiftung hat die bestens vernetzte Annemarie Pulver die Alterspolitik in Worb vorangetrieben. So hat sie für die Pro Senectute gearbeitet, war ebenfalls Präsidentin des VSeSe und war am Aufbau des Zentrum Alter Worb beteiligt. Nun hat Anne-Marie Abend das Präsidium über die ehrenamtlich geführte Stiftung übernommen. Die in Boll wohnhafte Immobilienbewirtschafterin ist ebenfalls langjähriges Mitglied der Stiftung Alterssiedlung Worb und war bisher als Stiftungsrätin für die Vermietung der Wohnungen zuständig. Neben Gemeinderätin Elena Lanfranconi nimmt Claudia Schneider-Kaeser aus Vielbringen als freies Mitglied Einsitz im Verwaltungsrat.

Vor zwei Jahren konnte die Alterssiedlung Flora ihr 50-jähriges Bestehen feiern (WoPo 09/24). Doch die Geschichte der Stiftung begann schon 1966, als in der Gemeinde Worb der Bedarf an altersgerechtem Wohnraum anerkannt wurde. Ab 1970 konnte auf einer Parzelle am Zelgweg 3 ein Neubau mit 18 Wohnungen, die auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten sind, realisiert werden. Ein Konzept, das zu dieser Zeit innovativ war. Seither wurde das Gebäude laufend erweitert. Aktuell bietet die Stiftung Alterssiedlung Worb  23 Ein- bis Dreizimmerwohnungen an, in denen Menschen im Ruhestand ihren Haushalt selbst führen, bei Bedarf aber auf Unterstützung zurückgreifen können. Zudem steht den Bewohnenden ein Mehrzweckraum für Anlässe zur Verfügung. Die Nachfrage nach bedarfsgerechten Wohnungen für Ältere wird auch künftig weitersteigen. So hat die Stiftung 2021 am Zelgweg 1 eine weitere Liegenschaft gekauft. Aktuell ist das Gebäude noch in der Zwischennutzung, was dem Stiftungsrat den Freiraum gibt, das Projekt mit Bedacht zu planen und die Finanzierung zu klären. AW

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