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In den Werkhallen der Stiftung Terra Vecchia entstehen Zukunftsperspektiven. Bild: zvg

Terra Vecchia: Wo Handwerk und neue Perspektiven entstehen

Wo gehobelt, geschweisst und gebaut wird, entstehen normalerweise Werkstücke. In den neuen Werkhallen von Terra Vecchia in Worb entstand in den vergangenen Monaten jedoch noch etwas anderes: ein gemeinsamer Ort für Handwerk, Ausbildung und neue Perspektiven.

Die Stiftung Terra Vecchia begleitet seit vielen Jahren Menschen auf ihrem Weg zurück in die Arbeitswelt. Dabei setzt die Stiftung bewusst auf praktische Arbeit statt reine Theorie. Anfang 2026 hat Terra Vecchia ihre bisherigen Baubetriebe im Industriegebiet Worb zusammengeführt. Aus mehreren Standorten entstanden die Bereiche Baumeister und Gartenbau, Schlosserei und Metallbau sowie Schreinerei und Holzbau unter einem gemeinsamen Dach. Heute arbeiten in den Werkhallen 27 Fachmitarbeitende gemeinsam mit 45 Klientinnen, acht davon absolvieren aktuell eine Ausbildung. Die Teams bauen Gärten, fertigen Möbel, montieren Geländer oder realisieren Innenausbauten und arbeiten dabei an echten Aufträgen für Kundinnen und Kunden aus der Region.

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Am 6.Juni 2026 können die neuen Werkhallen besichtigt werden. Bild: zvg

Mit dem neuen Standort hätten sich laut Terra Vecchia viele Abläufe vereinfacht. Die verschiedenen Bereiche arbeiten heute enger zusammen, insbesondere bei Umbau- und Ausbauprojekten. Gleichzeitig können Maschinen, Lagerflächen und Arbeitsmaterialien gemeinsam genutzt werden.

Besonders stolz ist Terra Vecchia darauf, dass Teile der Innenausbauarbeiten von den eigenen Mitarbeitenden und Klienten selbst umgesetzt wurden. So entstanden unter anderem Schränke, Büroeinrichtungen, Geländer oder Teile der Kantine direkt in den eigenen Werkstätten. Mitarbeitende und Klientinnen konnten ihre Ideen einbringen und den neuen Standort aktiv mitgestalten. Dadurch sei eine starke Identifikation mit den Werkhallen entstanden.

Nicht alles verlief dabei von Beginn an reibungslos. Mit der Zusammenführung der zuvor getrennten Betriebe mussten auch unterschiedliche Arbeitsweisen zusammenfinden. Laut Terra Vecchia war anfangs durchaus Skepsis spürbar. Umso schöner sei es heute zu sehen, was gemeinsam entstanden sei: eine positive Atmosphäre, spürbarer Zusammenhalt und grosse Motivation innerhalb der Teams.

In den Werkhallen geht es deshalb nicht nur um Handwerk, sondern auch darum, Menschen Schritt für Schritt zurück in den Arbeitsalltag zu begleiten. Klienten arbeiten aktiv im Betriebsalltag mit und übernehmen, je nach Fähigkeiten und persönlicher Situation, Aufgaben in Produktion, Montage oder Unterhalt.

Am Samstag, 6. Juni 2026, öffnet Terra Vecchia die neuen Werkhallen erstmals für die Öffentlichkeit. Besucherinnen und Besucher erhalten Einblick in die Werkstätten und Arbeitsbereiche und können mehr über die Verbindung von Handwerk, Ausbildung und sozialer Integration erfahren. Auch für Kinder wird einiges geboten – unter anderem die Möglichkeit, selbst einmal auf einem Bagger Platz zu nehmen. 

ASHVINI RAJASEKAR

Tag der offenen Tür
Samstag, 6. Juni 2026, 10 bis 17 Uhr


Stiftung Terra Vecchia
Werkhallen 
Bollstrasse 34
3076 Worb

www.terra-vecchia.ch

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