2109_Kultur_Atelier-Worb_Bild
Jonas Moser und Viviane Stucki. Bild: zvg

Atelier Worb: Nextnature

Es scheint wie das ewige Suchen nach dem verlorenen Paradies; die Frage, ob eine symbiotische Beziehung zwischen Menschen und Natur überhaupt möglich ist. Doch genau dieser Fragestellung gehen Viviane Stucki und Jonas Moser in ihren Fotografien nach. Vom 23. Oktober bis zum 7. November erwartet die Besucherinnen der Galerie Atelier Worb eine fotografische Reise in die Natur. 

Viviane Stuckis Arbeiten zeugen von ihrem grafischen Blick, mit Hang zu Philosophie und Poesie. Auf ihre Weise dokumentiert sie, was ihr auffällt. Oft sind das Absurditäten und Dinge, die ansonsten wenig Beachtung erhalten. Nachdem sie ein Studium in Visueller Kommunikation an der Kunsthochschule Bern absolvierte, machte sie einen kurzen Abstecher in die Fashionwelt und arbeitete als Grafikerin für «L’Official», einem internationalen Modemagazin. Derzeit macht sie ihren Master of Arts in Art Education an der Hochschule der Künste Bern. Seit 2014 unterrichtet sie, neben ihrer Tätigkeit als freischaffende Fotografin, an der Invers Schule für Gestaltung Olten und Bern. Viviane Stuckis Arbeiten waren schon an Gruppenausstellungen in Basel und Bern zu sehen. Im September 2020 waren Werke von ihr auf dem Loryplatz in Bern ausgestellt.

Jonas Moser beschreibt sein fotografisches Schaffen als konstante Suche nach dem einen Moment, nach Erinnerungen und neuen Perspektiven. Er ist seit 18 Jahren in der Werbebranche tätig, wo er inzwischen als Art Director arbeitet. Da Bilder in der Werbung eine zentrale Rolle spielen, setzt er sich seit einiger Zeit intensiver mit der Fotografie auseinander. Um sein Wissen zu vertiefen, absolvierte er berufsbegleitend die Höhere Fachschule für Fotografie. Auch Jonas Moser unterrichtet an der Invers Schule für Gestaltung Olten und Bern. In seinen Fotografien, die meist Frauenportraits und Motive aus der Natur zeigen, geht er nah an sein Sujet heran und schafft eine intime Atmosphäre, die oft eine melancholische Grundstimmung hat. Seine Werke waren bereits in Bern und Zürich zu sehen.

Die Natur neu betrachten

Das «in der Natur sein» spielt für Viviane Stucki eine grosse Rolle. Aufgewachsen auf einem Bauernhof, ist für sie Achtsamkeit gegenüber unserer Umgebung selbstverständlich. Auch für Jonas Moser ist die natürliche Umgebung ein wichtiger Rückzugsort und Inspirationsquelle. Die Unschuld, die alles Natürliche mit sich bringt, und das Ganzheitliche, haben in seinem Schaffen einen zentralen Platz. Wie für viele andere auch, ist der Wald für Stucki und Moser während des ersten Lockdowns zu einer willkommenen Abwechslung zum eigenen Zuhause und ein Ort der Entspannung geworden. Diese aufgezwungene Slow Motion hat ihren Blick auf die Natur verändert und Fragen aufgeworfen, mit denen sie sich fotografisch auseinandersetzten. Was ist geblieben, jetzt wo der Alltag beinahe wieder wie gewohnt läuft? Wie gehen wir mit der Natur um, auf welche Weise bestimmt sie unser Leben und wie tritt sie in Zukunft in Erscheinung? In «Nextnature» offenbaren Viviane Stucki und Jonas Moser ihren persönlichen Blick auf die Natur. AW

Eröffnung ist am Samstag, 23. Oktober 2021, ab 14 Uhr

Öffnungszeiten:
Freitag von 17 bis 19 Uhr
Samstag von 14 bis 17 Uhr
Sonntag von 13 bis 16 Uhr
Viviane Stucki und Jonas Moser sind jeweils samstags und sonntags anwesend.
Mehr über Viviane Stucki unter www.vivianestucki.ch über Jonas Moser unter www.jonasmoser.ch und über die Galerie Atelier Worb unter www.atelierworb.ch

Beitrag teilen:

Aktuelle Beiträge

Verwaltungsrat Wislepark Foto

In den vergangenen Monaten wurden zwei Vorstösse im Worber Parlament eingereicht, die sich um den Wislepark drehen. Während die Fraktion der Grünen den Einbezug der Bevölkerung zu den Sanierungsprojekten von Eishalle und Badi fordern, sieht die SP auch die umliegenden

Am 1. Januar 2026 hat Roland Probst das Kommando über die Worber Feuerwehr übernommen. Unter der neuen Führung soll Bewährtes bestehen bleiben, doch der neue Kommandant richtet seinen Blick auch in die Zukunft und will für eine zeitgemässe Feuerwehr einstehen.

Offen und freundlicher gestaltet, so zeigt sich die Postfiliale Worb nach der umfassenden Sanierung. Am vergangenen 12. Januar 2026 wurde die umgestaltete Poststelle feierlich eröffnet. Die Gesamtfläche wurde zwar reduziert, doch das automatisierte Angebot ist ausgebaut worden.