Umwelt

Es erstaunt nicht, dass der Igel das Tier des Jahres 2026 ist! Igel sehen niedlich aus, sind nützlich im Gemüsebeet, unauffällig nachtaktiv und harmlos. Für uns Menschen sind Igel Sympathieträger. Igel zeigen uns aber auch, wie naturnah unsere Gärten sind – und hier fehlen je länger je mehr die naturnahen Nischen und die Kleintierdurchlässigkeit, welche die Igel benötigen. Sie werden daher leider zu seltenen Gästen in der Siedlung!

«Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen» ist ein bekanntes Zitat von Martin Luther. Doch vielen fehlt der notwendige Platz für eine Baumpflanzung. Beim Patenbaumprojekt der Gemeinde Worb können Patenschaften für Bäume übernommen werden – und auch neue Obstbäume «nach Wunsch» gepflanzt werden.

Wiederholt wurde Worb mit dem Umweltzertifikat der InnoRecycling AG ausgezeichnet. Im vergangenen Jahr wurden in unserer Gemeinde 35 688 kg Haushaltskunststoff gesammelt. Im Vergleich

Gut versteckt und für uns Menschen nicht einfach zu entdecken, leben viele Wildtiere in Feld und Wald. Unsere Hunde haben ein feines Gespür für diese Tiere. Es liegt in unserer Verantwortung, dass Störungen der Wildtierpopulation minimiert werden.

Fast Fashion machts möglich: Neue Kollektionen, günstige Preise und immer frische Trends – Mode war selten so leicht zugänglich wie heute. Doch je häufiger neue Lieblingsstücke in den Kleiderschrank einziehen, desto schneller müssen andere wieder weichen. Die Altkleidersammlung ist dafür nur eine von mehreren Lösungen.

Regionaler und saisonaler geht es kaum: keine Transportwege, kein Treibhaus, keine Pestizide. Wer Wildkräuter sammelt, profitiert von einheimischem Superfood. Und ganz nebenbei wirkt der Waldspaziergang stressabbauend und erholsam. Aber nur wer respektvoll sammelt, schützt die Natur.

Wer im Winter abseits der präparierten Pisten unterwegs ist, streift nicht einfach durch die Natur – er betritt damit auch die Lebensräume von Wildtieren. Für sie ist der Winter eine Zeit des Durchhaltens. Wildruhezonen sind für sie deshalb überlebenswichtige Rückzugsgebiete.

Verblühte Blumen im Garten und auf dem Balkon wirken im Herbst oft wie vergessene Überbleibsel aus besseren Zeiten.

Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) hält in seinen «Verkehrsperspektiven Schweiz 2050» zum Referenzjahr 2017 fest: Die Bevölkerung wächst um 21 %, der Personenverkehr nimmt um 11 % zu, der Güterverkehr um ca. 31 %.

In der Schweiz macht der Verkehrssektor etwa ein Drittel der CO2-Emissionen aus. Der Güterverkehr ist mit 22 % an diesem Drittel beteiligt und allein in den letzten 20 Jahren um 55 % angestiegen.

Das Zu-Fuss-Gehen wird oft nicht als Verkehr wahrgenommen, gehört jedoch zum Langsamverkehr und ist die wohl grundlegendste Form der Mobilität. Auch wer mit Auto oder öffentlichem Verkehr unterwegs ist, legt früher oder später Strecken aus eigener Kraft zurück.

Elektrisch betriebene Personenwagen erfreuen sich steigender Beliebtheit. Im Jahr 2024 waren bereits 19 % der Neuzulassungen reine Elektroautos. Moderne Modelle erreichen mit einer vollen Batterie 200 – 500 Kilometer Reichweite – die frühere Sorge, unterwegs liegenzubleiben, ist kaum mehr begründet. 

Die Anzahl der motorisierten Strassenfahrzeuge ist Stand 2025 um 42 % höher als noch im Jahr 2000. Der Verkehr in der Schweiz nimmt stetig zu und die Kapazität des Schweizer Strassennetzes stösst währenddessen immer wieder an seine Grenzen: Allein zwischen 2022 und 2024 sind die jährlichen Staustunden um etwa 18 % gestiegen. Gleichzeitig stehen Autos durchschnittlich 23 Stunden am Tag unbenutzt auf einem Parkplatz.

Fernreisen per öffentlichem Verkehr sind längst mehr als Städtereisen – dank dem Europäischen Bahnnetz sind sogar Mittelmeer und Atlantik ohne Flugzeug erreichbar.

Rund drei Viertel des Schweizer Personenverkehrs erfolgt mit motorisiertem Individualverkehr, vor allem mit dem Privatauto. Gemäss Bundesamt für Umwelt verursacht der Privatverkehr 24 % des gesamten CO2-Ausstosses in der Schweiz.

Wir Menschen sind auf vielfältige Weise von der Natur abhängig. Funktionierende Ökosysteme wirken sich positiv auf die Lebensmittelproduktion aus und sind gegenüber Klimaveränderungen resistenter. Artenschutz ist also kein Luxusprojekt. Viele Fördermassnahmen zielen zwar auf die Landwirtschaft ab, doch private Gärten und Parkanlagen bieten auch viel Potenzial für ein artenreiches Miteinander.

Rund 60 % aller schweren Verkehrsunfälle passieren in der Schweiz innerorts. Allein auf Tempo-50-Strecken werden jährlich rund 1’900 Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer schwer verletzt, 80 kommen ums Leben.

Es gibt wohl kaum ein Wirtschaftszweig, der so sehr von der Artenvielfalt und funktionierenden Ökosystemen abhängig ist, wie die Landwirtschaft. Doch geht es um den Rückgang eben dieser Vielfalt, stehen bäuerliche Betriebe oft als Hauptverursacher da. Daher ist es nicht überraschend, dass viele Biodiversitätsfördermassnahmen auf die Landwirtschaft zielen. Was das konkret für die Bauern bedeutet, erläutert Martin Bernhard.

Der öffentliche Verkehr ist eine umweltfreundliche Alternative zum Auto und ist auch finanziell attraktiv, besonders wenn man die verschiedenen Sparmöglichkeiten nutzt. Die Sparbillette der SBB bieten besonders günstige Tarife für längere Strecken, wenn sie im Voraus gebucht werden.

Im Sommer 2024 wurden an 6 Tagen die Insektenbestände in der Gemeinde Worb kartiert, dabei wurden 9 Standorte mehrfach aufgesucht. Nun liegt der Bericht vor. Obschon bei der Untersuchung die eine oder andere spezielle Art festgestellt werden konnte, hat sich vor allem gezeigt, dass in Worb bei der Förderung der Biodiversität noch viel Luft nach oben ist.

Mit den ersten wärmeren Tagen steigt die Zahl der Velofahrenden auf den Strassen. Damit die neue Saison sicher beginnt, empfehlen die BFU und die Suva einige wichtige Massnahmen.

In der zweiten Februar-Hälfte beginnen Frösche, Kröten und Molche ihre Wanderung von den Wäldern zu den Teichen, um sich dort zu paaren und ihre Eier im Wasser abzulegen.

Die Mikromobilität erfreut sich in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit. Dabei handelt es sich um elektrisch motorisierte Kleinstfahrzeuge wie E-Scooter, E-Trottinette, Segways oder Hoverboards. Besonders im urbanen Raum bieten sie eine flexible und platzsparende Alternative zu herkömmlichen Verkehrsmitteln. Doch wie nachhaltig ist diese Art der Fortbewegung wirklich?

Nach der letztjährigen Tipp-Serie zum Thema Klimagarten widmen wir uns dieses Jahr der Mobilität. Monatlich können Sie hier interessante Fakten und Tipps zu Mobilitätsthemen lesen. Mobil zu sein ist in der heutigen Gesellschaft wichtig.

Die Tage werden kürzer und die Temperaturen sinken: Während wir uns drinnen wärmen, suchen Wildtiere Schutz und Nahrung. Arten wie der Igel, die Fledermaus oder die Haselmaus fressen sich im Herbst eine Fettschicht an und halten Winterschlaf, um Energie zu sparen.

patenbäume

Im Rahmen des Patenbaumprojekts der Gemeinde Worb und des Fonds Landschaft Schweiz konnten mehrere neue Patenschaften für die Erhaltung der Hochstammobstbäume in den «Hosteten» der Umgebung abgeschlossen werden.

Unbepflanzte Gartenflächen sind anfällig für Unkräuter und invasive gebietsfremde Pflanzen, auch invasive Neophyten genannt. Mit der Pflanzung von Bodendeckern können Sie unerwünschten Bewuchs verhindern und gleichzeitig die Biodiversität fördern.

Ihr Garten kann durch einfache Anpassungen für Kleintiere wie Igel und Amphibien zugänglicher gemacht werden. Da diese Tiere nachts oft mehrere Gärten durchstreifen, sind ausreichend Durchgänge entscheidend. 

Am 13. November 2024 organisiert die Gemeinde Worb eine Sträuchertausch-Aktion. An dieser können Sie invasive, gebietsfremde Sträucher, welche in Ihrem Garten wachsen, kostenlos gegen einheimische Straucharten tauschen. Zusammen mit Ihnen will die Gemeinde Worb damit die Biodiversität fördern.

Hecken bieten Sichtschutz, schützen vor Wind und halten Staub zurück. Besonders wertvoll für das Ökosystem sind Wildhecken, die aus einheimischen und standortangepassten Pflanzen bestehen. Im Gegensatz zu exotischen Arten wie Thuja oder Kirschlorbeer bieten Wildhecken Vögeln und Insekten Nahrung und dienen als wichtige Bewegungskorridore.

Nachdem die Pilzkontrolle in der Gemeinde Worb während 2 Jahren als Pilotprojekt durchgeführt wurde, wird sie nun zur festen Institution. In den beiden Pilot-Jahren wurden von Pilzkontrolleurin Alena Langenegger 360 kg Pilze von 300 Sammlerinnen kontrolliert. Rund 9 kg Pilze wurden aussortiert, 6 kg Pilze waren nicht essbar, weitere 3 kg Pilze waren giftig. 

Bäume prägen unsere Landschaft über Jahrhunderte und stellen ein lebendes Erbe dar, das viele Generationen überdauern kann. Sie bereichern auch im urbanen Raum die Artenvielfalt, bieten Lebensräume für Kleintiere und liefern für uns Menschen wertvolle Dienstleistungen: Sie regulieren das Klima, zeichnen sich als Luftfilter aus, lagern CO2 ein, geben Wasser weiter und spenden wohltuenden Schatten.

Mit der Zunahme extremer Wetterereignisse wie Hitzewellen und Starkregen durch die Klimakrise stehen Städte und Gemeinden vor grossen Herausforderungen. Begrünte Gebäudedächer bieten hier eine effektive Massnahme. Sie können bis zu 95% des Regenwassers zurückhalten und dadurch das Hochwasserrisiko senken.

Nicht jede Pflanze eignet sich für jeden Garten. Pflanzen haben verschiedene Ansprüche: Manche brauchen viel Wasser, mögen es sonnig, lieben kalkhaltigen Boden oder gedeihen nur, wenn der Boden nährstoffarm ist. Eine Einschätzung der Bodenbeschaffenheit und weiterer Bedingungen im Garten kann Sie bei der Wahl von geeigneten Pflanzen unterstützen.

Die Rasenpflege erfordert viel Zeit und Rasen beansprucht oft viel Wasser, Dünger und Energie.  Im Gegensatz dazu ist eine Blumenwiese eine natürliche Umgebung, die wertvoll für die Biodiversität ist und weniger Pflege benötigt.

Solche Neophyten sollten entfernt werden.Bild: zvg

Begrünte Fassaden helfen mit, ein angenehmes Mikroklima im eigenen Garten zu haben: sie senken die Umgebungstemperatur, binden CO2, produzieren Sauerstoff und sie filtern Staub und Schadstoffe aus der Luft. Zudem bieten sie Lebensraum für viele Wildtiere und tragen zur Biodiversität im Siedlungsraum bei.

Wenn die oberste Schicht von Wegen und Plätzen aus Kies oder Mergel besteht, gelten diese Flächen als unversiegelt. Sie sind sickerfähig und bieten Pflanzen und Tieren nicht nur Zugang zum Boden, sondern auch Lebensraum. Im Gegensatz zu versiegelten Flächen, welche für viele Lebewesen eine Barriere darstellen, bilden unversiegelte Flächen wichtige Vernetzungselemente zwischen naturnahen Lebensräumen. Zudem heizen sich unversiegelte Flächen im Sommer weniger auf, was auch uns Menschen zugutekommt.

Dieses Jahr hat die Froschwanderung besonders früh gestartet. Bei ausserordentlich warmen Temperaturen wurden bereits in der zweiten Februarwoche die allererste Kröte in Enggistein und der erste Frosch in Rüfenacht gemeldet.

Niederschlagswasser kann gesammelt und dann zum Bewässern des eigenen Gartens oder der Terrasse genutzt werden. Wenn man Regenwasser im Garten einsetzt, kann man nicht nur Geld sparen, sondern auch die Pflanzen profitieren davon. Leitungswasser enthält auch in Worb viel Kalk (24 °fH) und wird deshalb von einigen Gartenpflanzen nicht gut vertragen.

Unter dem Motto des Berner Projekts «Bring Plastic back» haben die Worberinnen und Worber im vergangenen Jahr 15 828 Kilogramm Haushaltskunststoffe gesammelt. Aufgrund dieses Sammelerfolges ist die Gemeinde Worb mit dem Umweltzertifikat 2023 der InnoRecycling AG ausgezeichnet worden.

Die Abwasserreinigungsanlagen (ARA) reinigen die Abwässer von Haushalt und Industrie. Die ARA Worblental ist mit der neusten Technik und modernen Anlagen eine der leistungsstärksten der Schweiz. In der Kläranlage durchläuft das Schmutzwasser drei verschiedene Reinigungsstufen.

Zu Jahresbeginn machen wir gerne Pläne für das vor uns liegende Jahr. So ist nun auch eine gute Zeit, sich Gedanken über die Gestaltung und Weiterentwicklung des eigenen Gartens zu machen: Welches Gemüse ist im letzten Jahr gut gewachsen? Welche neuen Sorten möchte ich ausprobieren? Wie kann ich meinen Garten naturnaher gestalten? Mit einer naturnahen Gartengestaltung und ökologischem Gärtnern tragen Sie aktiv zum Umwelt- und Klimaschutz bei. Und viele lästige Arbeiten im Garten fallen dadurch sogar weg!

Grundsätzlich liegt dem Konzept der Suffizienz der Gedanke der Einsparung von Ressourcen durch Verhaltensveränderungen zu Grunde.

Der nächste Frühling kommt bestimmt und damit vielleicht auch der Wunsch nach selbst kultiviertem Gemüse und Beeren auf dem Teller.

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Der Klimawandel schreitet voran und Wetterkapriolen wie Dürreperioden oder Starkregen gehören mittlerweile schon fast zur Normalität. Das setzt besonders die Landwirtschaft unter Druck: Anbausysteme müssen überdacht und gegebenenfalls angepasst werden. Neben der regenerativen Landwirtschaft setzt der «radieslihof» nun auch auf Agroforste, um den neuen klimatischen Bedingungen zu begegnen.

Die Worber Coiffeuse Sonja Lehmann nutzt seit 6 Jahren abgeschnittenes Haar aus ihrem Salon für verschiedene wohltätige Zwecke. Seit letztem Jahr ist sie Mitglied beim Verein «Coiffeurs Justes», der das Haar aus den Salons von Coiffeuren in Frankreich und den benachbarten Ländern auf eine ganz besondere Art recycelt: Es wird zu Ölsperren verarbeitet und zur Bekämpfung der Meeresverschmutzung eingesetzt.

Der Datenverkehr auf Smartphones, Tablets und Laptops nimmt ständig zu. Streaming ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken.

Beim Wohnen haben nicht nur Gebäudestandards für Energieeffizienz und Klimaverträglichkeit sowie der Einsatz von nachhaltigen Materialien und Rohstoffen beim Bauen einen Einfluss auf die Umwelt, sondern insbesondere auch die individuellen Ansprüche an Wohnfläche und Ausstattung.

Öffnen Sie Ihre Fenster in den frühen Morgenstunden und während der Nacht, wenn die Aussentemperatur niedriger ist als die Innentemperatur. Beschatten Sie tagsüber die geschlossenen Fenster mit Fensterläden oder Storen.