Demokratie ist Handarbeit

Geschätzte Worberinnen und Worber

Wahlkampfzeit erkennt man an vielem: Plakate entlang der Strassen, Flyer im Briefkasten und engagierte Politiker, die Sie frühmorgens von Ihrer Pendelstrecke abzuhalten versuchen. All das gehört dazu – doch greift dieses Bild zu kurz. Unser politisches Wahlsystem ist mehr als das Sichtbare, es ist vor allem viel Organisation, grossartige Teamarbeit und ein (für mich) anspornender Halbmarathon um Ihr Vertrauen.
Als kantonaler Wahlleiter der Mitte durfte ich in den vergangenen Monaten einen vertieften Blick hinter die politischen Kulissen werfen. Kandidaturen koordinieren, Fristen einhalten, Absprachen treffen, Rückfragen klären – vieles davon wirkt unspektakulär. Doch genau dort entscheidet sich, ob ein Wahlkampf strukturiert, fair und professionell geführt wird.
Diese Arbeit hat mir einmal mehr vor Augen geführt, dass unsere Demokratie kein Selbstläufer ist. Sie funktioniert nur, wenn Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, nicht nur auf der politischen Bühne, sondern auch in der Detailarbeit. Wer Inhalte vertreten will, muss bereit sein, diese Arbeit ernst zu nehmen, denn auch im Grossen Rat sind die Glanzmomente selten der Hauptteil der Tätigkeit!
Gerade in einer Zeit, in der politische Debatten oft verkürzt und zugespitzt geführt werden, scheint mir dieser Aspekt wichtig. Es genügt nicht, Schlagworte zu platzieren. Es braucht Substanz und Ausdauer, gerade bei komplexen Fragen. Dies gilt kantonal ebenso wie in unserer Gemeinde.
Die Mitte versteht sich eben gerade nicht als Lautsprecher eines ideologischen Lagers, sondern als Brückenbauerin zwischen unterschiedlichen Interessen, die quer durch Sie alle gestreut sind. Wer einen Blick in die Welt wirft, sieht, wohin dauerhafte Polarisierung führt: blockierte Institutionen, verhärtete Fronten und ein politisches Klima, in dem Kompromisse als Schwäche gelten. Dieses Modell taugt nicht! Wir sind darauf angewiesen, Mehrheiten zu suchen, Lösungen auszuhandeln und Verantwortung gemeinsam zu tragen. Ich bitte Sie also, machen wir Schluss mit reflexhafter Polarisierung!
Die Politik der Mitte lebt nicht von Lautstärke, sondern von Verlässlichkeit. Sie sucht tragfähige Lösungen statt schneller Effekte und sie weiss, dass stabile Mehrheiten dort entstehen, wo unterschiedliche Perspektiven zusammengeführt werden! Als Teil dieses Teams kandidiere ich mit meinen Kolleginnen und Kollegen der Mitte. Weil ich überzeugt bin, dass wir mit einer konstruktiven Haltung mehr erreichen als mit politischer Zuspitzung. Unsere Themen und Inhalte finden Sie unter be.die-mitte.ch.
Herzlichen Dank für Ihr Vertrauen und Ihre Stimme für die Liste 12 «Die Mitte Mittelland-Nord», für den Regierungsrat empfehle ich herzlichst das bürgerliche Ticket mit unserer Finanzdirektorin Astrid Bärtschi!


Yvo Andri Hofer,
Mitglied Baukommission

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