Eine Hitzewelle macht noch keinen Klimawandel

In den letzten zwei Wochen ächzte die Schweiz unter einer Hitzewelle. Man könnte sagen, das habe es immer gegeben. Die Häufung von Hitzewellen und Trockenheit, wie wir sie in jüngster Vergangenheit erlebt haben, ist jedoch nicht mehr ohne Klimawandel erklärbar und ein untrügliches Zeichen, dass sich das Klima verändert. Darauf weist auch die Forschung seit langem hin, wir wollen es einfach nicht immer hören. Die Temperatur in der Schweiz hat über die letzten 150 Jahre um etwa zwei Grad zugenommen und Hitzeperioden sind doppelt so häufig. Damit sind wir aber noch nicht am Ende. Im Vergleich zur Referenzperiode 1986–2010 dürfte die Sommertemperatur bis 2060 um mindestens 2,5 Grad zunehmen und gleichzeitig der Sommerniederschlag um bis zu 25 % zurückgehen. Mit einer umfassenden Reduktion des Treibhausgasausstosses liesse sich ein guter Teil der Klimaveränderungen vermeiden. 

So weit die Fakten. Es stellt sich nun die Frage, was wir damit tun. Aus meiner Sicht müssen jetzt zwei Dinge dringend getan werden. Einerseits müssen wir Massnahmen treffen, um den Klimawandel zu begrenzen, sprich die CO2-Emission verringern. Wir können natürlich auch einfach darauf verweisen, dass die Schweiz nur ein kleiner Fisch ist und eh nichts machen könne. Damit machen wir es uns aber zu einfach und entziehen uns unserer Verantwortung für diesen Planeten und unsere Kinder. Diesbezüglich sind in der Gemeinde Worb gute Ansätze vorhanden, die aber noch nicht reichen. Zu erwähnen sind das neue Reglement zur Förderung erneuerbarer Energien, das Energiestadt-Label, die verschiedenen Solaranlagen oder das neue Fernwärmenetz. Lassen Sie sich davon inspirieren und leisten Sie ihren Beitrag! Auch kleine Anstrengungen oder Verhaltensänderungen jedes und jeder Einzelnen helfen.

Die Veränderung des Klimas wird nicht sofort gestoppt, auch wenn wir heute die gesamten CO2-Emissionen beenden würden. Deshalb müssen wir uns andererseits an den Klimawandel anpassen. Eine zentrale Herausforderung sind dabei die Hitzeinseln, die in den Städten und Dörfern entstehen. Hier hilft eine verbesserte Isolation nicht nur gegen die winterliche Kälte, auch im Sommer bleibt es ohne Klimaanlage länger kühl im Haus. Eine klimaangepasste Siedlung von Morgen weist zudem viele Bäume und Grünflächen auf und ist mit Wasserflächen angereichert. Wenn ich die Plätze in Worb anschaue, gibt es hier noch ein grosses Potenzial. Die SP wird sich auch in Zukunft dafür einsetzen, die Politik in die erwähnten beiden Richtungen weiterzutreiben. Helfen Sie mit, denn nur gemeinsam kann es gelingen.

Guido Federer,
Mitglied GGR,
Fraktion SP+Grüne

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