Fortschrittliche Worber Energiepolitik: Wir sind Energiestadt

Energiestadt ist eine Auszeichnung für Städte und Gemeinden, welche sich besonders stark für die fortschrittliche Energiepolitik einsetzen. Sobald die Gemeinde oder die Stadt genügend Massnahmen einhält, wird sie als sogenannte «Energiestadt» ausgezeichnet. Worb gehört seit 2005 dazu und macht stetig Fortschritte.

Um eine Energiestadt zu werden, muss eine Gemeinde mehrere Voraussetzungen erfüllen. Sie muss eine Mitgliederschaft im Trägerverein haben und soll sich für den Klimaschutz und eine effiziente Nutzung der Energie einsetzen. Zudem soll sie erneuerbare Energien verwenden und auf umweltverträgliche Mobilität zurückgreifen. Wenn man die Voraussetzungen erfüllt, kann man beim Trägerverein das Label «Energiestadt» anfordern. Die Auszeichnung erhält, wer 50 Prozent der möglichen Massnahmen umsetzt. Erreicht eine Gemeinde sogar 75 Prozent der Punkte, bekommt sie das Label «Energiestadt Gold». Dieses Label zu haben, hat Vorteile im Zusammenhang mit Zusammenarbeiten mit anderen Energiestädten in ganz Europa. Zudem wird der Energieverbrauch gesenkt und die Lebensqualität der Bevölkerung verbessert sich. Mittlerweile tragen 464 Gemeinden und Städte dieses Label, wovon 66 sogar «Energiestadt Gold» sind. Auch Worb ist schon seit dem 8. August 2003 Mitglied im Trägerverein. Fast zwei Jahre später, am 8. März 2005, wurde Worb vom Bundesamt für Energie und vom Trägerverein als «Energiestadt» ausgezeichnet. Worb erreichte bei der letzten Rezertifizierung gute 59,3 Prozent. 

Von den vielen umgesetzten Massnahmen sollen hier einige Beispiele genannt werden. Worb nahm im September 2021 am Berner Velofestival «Hallo Velo» teil, bei dem man mit dem Velo an der «Sternenfahrt» mitmachen konnte. Die Umweltkommission lanciert immer wieder Mitmachaktionen für die Bevölkerung, wie etwa Velo- und Handysammelstellen. Beim Schulhaus Vielbringen wurde auf einem nicht mehr genutzten Sandplatz eine Linde als Schattenspender, zur Anpassung an den Klimawandel, gesetzt. Worb hat im Juni 2021 mit zehn Viererteams auch bei «biketowork» mitgemacht. Ziel war es, in einem Monat mindestens 50 Prozent der Tage mit dem Fahrrad zur Arbeit zu kommen. Die 40 Teilnehmenden haben zusammen beachtliche 7755 km zurückgelegt. Somit wurden 1117 kg CO2 gespart. Worb sticht auch mit seinen strengen Energieregeln im Baureglement hervor. Zudem wird für die eigenen Gebäude nur Strom aus nachhaltiger Produktion genutzt. Es wurden auch Infoanlässe durchgeführt, an welchen die Hausbesitzer auf Photovoltaikanlagen und Sanierungsmöglichkeiten aufmerksam gemacht worden sind. Photovoltaik wird zum Beispiel auf den Schulhäusern Worbboden, Wyden und Rüfenacht genutzt. Auch der Minergie-A-Standard bei Neubauten ist sehr hoch, wie beim Kindergarten Hansjakobli und Babettli und der neuen Tagesschule. Für Worb ist das Ziel aber noch lange nicht erreicht. Bis 2026 soll die Marke von 75 Prozent geschafft sein, damit man dann das Label «Energiestadt Gold» beantragen könnte.

Die Bauabteilung

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