Keine höheren Schulden für die nächsten Generationen: Ja zur Gesamtsanierung des Oberstufenzentrums Worbboden

Keine höheren Schulden für die nächsten Generationen und ein Ja zur Gesamtsanierung des Oberstufenzentrums Worbboden für über 20 Mio. Franken über die nächsten Jahre hinweg, ist das kein Widerspruch? Nein. Denn je länger wir mit der Gesamtsanierung des fast 50 Jahre alten Oberstufenzentrum warten, desto teurer wird es für die späteren Generationen. Dieses Phänomen von hinausgeschobenen Werterhaltungsmassnahmen kennen wir auch in unserem Privatleben und wir wissen alle, dass es später nicht günstiger wird. Meine bürgerlichen Parlamentskollegen argumentieren, dass wir mit dieser Gesamtsanierung die selbstauferlegte Schuldengrenze (fälschlicherweise gern auch als Schuldenbremse bezeichnet) von 40 Mio. Franken im 2027 überschreiten würden. Buchhalterisch ist dies durchaus korrekt. Nur haben wir diese Schuld bereits heute (einfach nicht in den Büchern, sondern im Gebäude) und diese steigt mit jedem Jahr an. In diesem Kontext stellt sich die Frage, wie wir diese buchhalterische Schuld bei einer Gesamtsanierung ab dem 2027 stemmen bzw. in den Folgejahren abbauen können. Dass dies wie die Bürgerlichen fälschlicherweise behaupten nur mit einer Steuererhöhung möglich ist, verschweigt Alternativen. Ein Schuldenabbau ab 2027 ist auch mit tieferen Investitionen in den Folgejahren möglich. Die momentane Situation weist darauf hin, dass aktuell grosse und dringliche Investitionen in diesem Aussmass wie im Worbboden nicht vorhanden und somit auch nicht geplant sind. Dass bei einer Gesamtsanierung des Oberstufenzentrums Worbboden eine Steuererhöhung gesetzlich unumgänglich wäre, ist somit falsch. Ob und wie wir einen Schuldenabbau nach der Gesamtsanierung angehen, ist somit ein rein politischer Entscheid und wird der Stimmbürger letztlich mitentscheiden. 

Die EVP unterstützt dieses sehr gut vorbereitete Geschäft mit dem Ziel das fast 50-jährige alte Oberstufenzentrum kosteneffizient und bedarfsgerecht schnellstmöglich zu sanieren, um einen optimalen Schulbetrieb wieder zu ermöglichen und damit die Lernfähigkeit unserer Kinder zu unterstützen.

2111_Politforum-EVP_Mayk-Cetin

Mayk Cetin,
Mitglied GGR und Bildungskommission 

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