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Die Kälteanlage in der Eishalle im Wislepark wird ersetzt. Bild: zvg

Kunsteisbahn im Sportzentrum Wislepark: Sanierung in zwei Etappen

Das ursprüngliche Grossprojekt der Sportzentrum Worb AG (Wislepark), bei dem für sechs Millionen Franken die Kälteanlage ersetzt, das Dach saniert und die Aussenwände der Kunsteisbahn gedämmt werden sollen, wird nun in zwei Etappen aufgeteilt. Aufgrund der Dringlichkeit erfolgen ab März 2022 der Ersatz der Kälteanlage und die damit verbundene Optimierung der Energienutzung. 

Um den Fortbestand des Eissportangebots in der Eishalle im Wislepark zu sichern, muss die Kälteanlage ersetzt werden. Die Anlage mit Baujahr 1977 nutzt Ammoniak als Kältemedium und untersteht aufgrund der grossen Füllmenge mit dem giftigen Gas den Vorschriften der eidgenössischen Störfallverordnung. Wegen des Sicherheitsrisikos und weil die Anlage in einem Wohngebiet steht, bestehen bereits Auflagen des kantonalen Laboratoriums. Mit dem Ersatz der Kälteanlage wird im Wislepark gleichzeitig die Energienutzung optimiert. Bisher konnte die Abwärme, welche durch die Eiserzeugung produziert worden ist, lediglich für das Badewasser genutzt werden. Dies sorgte immer wieder für Unmut bei den Badegästen, wenn das Wasser im Sommer Temperaturen um die 30 Grad anzeigte. Neu soll die Abwärme zur Wärmeerzeugung für die Gebäude genutzt und somit die Temperatur des Badewassers besser reguliert werden können. Neben der energetischen Optimierung der Wärmeerzeugung der Gebäude sowie des Ersatzes der Belüftung erfolgt zudem die Entfeuchtung der alten Garderobe. Die Umsetzung dieser ersten Projektetappe ist zwischen März und September 2022 geplant. Hingegen erfolgt die Dachsanierung und die damit verbundene Dämmung der Aussenwände erst in einem zweiten Schritt zu einem späteren Zeitpunkt. Ursprünglich waren beide Etappen in einem Grossprojekt geplant. Bei der Umsetzung hat sich aber gezeigt, dass eine Aufteilung sinnvoll ist. Gemäss Wislepark-Verwaltungsrat Martin Hügli ist vor allem die Finanzierung ein treibender Grund. Durch die Etappierung muss die Sportzentrum Worb AG weniger Fremdkapital aufnehmen. Mit den Mitteln aus der Spezialfinanzierung – die Gemeinde Worb überweist jährlich einen Beitrag von 780 000 Franken zur Deckung des Betriebsdefizits von Kunsteisbahn und Freibad sowie für Instandhaltungsarbeiten oder grössere Investitionen – reicht für die erste Etappe, die mit Kosten von 3,6 Mio. Franken budgetiert ist, ein Kredit von 1 Mio. Franken. Dieser wird jährlich zu einem Viertel zurückbezahlt und ist somit bis 2026 vollständig getilgt, wenn die zweite Sanierungsetappe in Angriff genommen werden soll. Im Wislepark-Verwaltungsrat freut man sich über den Projektfortschritt. Gemäss Martin Hügli sind nun alle nötigen Vorarbeiten abgeschlossen, die Finanzierung ist ohne Bürgschaft der Gemeinde gelungen und das Baugesuch wurde anfangs November publiziert. Der Auftrag für die Kältetechnik konnte zudem bereits an die Firma Wettstein in Gümligen zu einem Pauschalpreis vergeben werden. CK

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