5 Fragen an Torhüter Batuhan Ergül
Torhüter Batuhan Ergül, 25-jährig, hat mit seinen Leistungen einiges dazu beigetragen, dass die Worber die Tabelle anführen. Hervorgetan hat er sich vor allem in den Momenten, in denen er als Penaltykiller auftrat. Sieben von acht auf das durch ihn gehütete Tor geschossene Elfmeter hat er abgewehrt, eingeschlossen drei Elfmeter im Penaltyschiessen im Berner Cup gegen den FC Schwarzenburg.
Wieso bist du Torhüter geworden?
Durch puren Zufall. Angefangen habe ich meine Juniorenzeit als Stürmer. Ich und der Trainer merkten aber bald, dass ich nicht der grossartige Läufer bin, und so rutschte ich nach hinten in die Verteidigung. Den Stürmern das Leben schwer zu machen hat mir sehr gut gefallen. Als dann einmal kein Torhüter zur Verfügung stand, wurde ich zwischen die Pfosten gestellt und dort hat es mir so gut gefallen, dass ich von da an als Torhüter spielte.
In welchem Verein wurdest du zum Torhüter ausgebildet?
Mein erster Verein war der FC Ostermundigen. Von dort kam ich in die Mannschaften U12 bis U15 von Bern-West. Anschliessend spielte ich bei YB bis in die U21. Weitere Stationen waren der FC Münsingen, FC Bern, FC Bosporus , FC Muri-Gümligen und nochmals FC Bosporus, bevor ich im letzten Sommer zum SC Worb wechselte. Bei jedem Verein konnte ich etwas lernen und mich entwickeln.
Hast du ein sportliches Vorbild?
Ich habe bisher noch kein Vorbild gefunden. Natürlich wäre es schön, sich an einem Idol orientieren zu können, aber bisher hat mich noch niemand zu 100 % überzeugt.
Welches Geheimnis steckt hinter deiner Fähigkeit, Elfmeter abzuwehren?
Ich wähle meine Position im Tor so, dass der Schütze zu wissen glaubt, in welcher Ecke er die grössere Erfolgschance hat. Anschliessend gilt es für mich nur noch, den Schützen zu beobachten und blitzschnell in die entsprechende Ecke zu tauchen.
Welche sportlichen Ziele strebst du an?
Mein Ziel ist es, stetig Fortschritte zu machen, auch wenn das mit 25 Jahren nicht mehr so einfach ist wie mit 18 oder 19 Jahren. Ich möchte aber meine Grenzen als Torhüter schon noch weiter ausreizen. Dies motiviert mich auch, an spielfreien Wochenenden am Sonntag in der Frühe zusammen mit dem Torhütertrainer auf dem Worbboden zu trainieren. Interview: WM