Projektabwicklung in Worb hat noch Potential

Kritische Voten von uns Politikern werden nicht gerne gehört oder eher «vernütigt», aber immer wieder müssen wir feststellen:
• dass Bauprojekte in Worb verspätet realisiert werden können.
• dass wir als Gemeinde zu spät reagieren und damit weniger Einfluss auf die Entwicklung nehmen können.
• dass es in der Ortsplanung nicht befriedigend vorwärtsgeht.
• dass die Verkehrssanierung eher langwierige Verkehrsbehinderungen sind.
• dass nicht effizient projektiert wird.
• und leider am Ende das Ganze zu Lasten der Kosten fällt.

Das sind nicht Vorwürfe, das sind nur ein paar Feststellungen. Wer die Gemeindepolitik und die Worber Post aufmerksam verfolgt und interpretieren kann, dem ist das eigentlich alles bekannt. Trotz wiederholten Interventionen, Anfragen, Vorstössen, geändert hat sich leider kaum etwas. Wir von der Politik bekommen Projekte oft zu spät präsentiert, oder so präsentiert, dass wir kaum mehr Einfluss nehmen können. Gerne wird es auch an uns vorbeigeschleust, vorbeiverschwiegen oder wir bekommen eine Botschaft ganz einfach nur «zur Kenntnisnahme» vorgelegt. Und wenn wir mal sparen wollen, dann heisst es: Das gehe zu Lasten der Kinder, der Bevölkerung, …

Eigentlich wollen wir ja auch umsetzen/realisieren, aber ganz einfach, das meiste hat Potential und kann effizienter und damit einfacher und kostengünstiger realisiert werden.

Ein paar Beispiele zum Nachdenken:

WOBO Schulhaus:
Seit Jahren steht eine Sanierung der Fassade an. Es werden Konzepte gemacht, die Bauabteilung erstellt eigene Varianten, es kommt vor den Gemeinderat, alles wird verworfen, es gibt eine «teure» Ausschreibung. Fazit: viel Geld ist draussen, saniert ist noch nichts.

Tagesschule:
Hätte man von Anfang an einen anderen (den richtigen) Weg eingeschlagen, wären wir schon fertig. Am Ende brauchte es eine Ausschreibung an einen Totalunternehmer. Dies hat enorm Zeit in Anspruch genommen und gespart haben wir nichts.

Rüfenacht Schulhaus:
Obwohl die Bauabteilung viel zu wenig Kapazität hat, übernimmt sie selber die Bauleitungsaufgaben. Wichtigeres blieb so auf der Strecke, gespart haben wir nichts -> leider liegt die Kreditabrechnung noch nicht vor, aber wir gehen nicht von Minderkosten aus.

Gemeindesaal Wattenwil/Bangerten:
Warum kostet es plötzlich mehr, warum findet man in der Verwaltung die Grundlagen nicht mehr? Auch hier, es dauert einfach zu lange und kostet daher wieder mehr Geld.

Sanierung der Strassen durch das Ortszentrum:
Wir wollen doch das Gewerbe, die «Lädeli», unterstützen … Was machen wir? Unmögliche und lange Sperrungen der Strassen, die Hilferufe werden nicht gehört, so verlieren wir Einnahmen.

Das Schlüsseldepartement für eine finanziell gut dastehende Gemeinde ist aus meiner Sicht klar das Departement Bau und damit auch die Planung. 

Unsere Ansprüche sind nicht das Minimum, sondern das Nötige, um das Optimum zu realisieren.  Wir sind also noch nicht beim Optimum, es hat noch Potential.

Sven Christensen,
Mitglied GGR und Planungskommission

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