LÄSE Z WORB: Gschwind oder Das mutmassliche zweckfreie Zirpen der Grillen

Mannhart, Urs: Gschwind oder Das mutmassliche zweckfreie Zirpen der Grillen

Gschwind

Secession Verlag, 286 S., 978-3-96639-039-2

In einer bisher unerforschten St.-Bea­tus-Höhle wird die Seltene Erde Rapacitanium gefunden, die zur Herstellung von Batterien dient. Mit diesem Fund wittert Daniel Hillers, Chef des Bergbauunternehmens Valnoya, das grosse Geschäft mit dem Abbau dieses sehr gefragten Rohstoffes am Beatenberg und beauftragt Gschwind, sich der Sache anzunehmen. Pascal Gschwind ist Kommunikationsleiter der Firma und auch dafür verantwortlich, das infolge Umweltschäden in seinen Minen in Peru in Verruf geratene Unternehmen zu rehabilitieren. Trotz Einwänden seitens von Umweltschützern und geologischen Wissenschaftlern genehmigt der Kanton Bern die Bohrungen am Beatenberg. Plötzlich senkt sich unerklärlicherweise der Pegel des Thunersees extrem stark. Und was die «Schwarzseher» prophezeit haben, tritt ein. Es ereignen sich starke Erdbeben und ein grosser Felssturz. Gschwind verliert nicht nur beinahe sein Leben, auch seine Ehe ist in Brüchen und er hat ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung am Hals. Der Autor, der bereits in seinem Buch «Luchs» ein aktuelles Umweltproblem thematisiert hat, beschreibt auch in diesem neuen Roman auf eindrückliche Weise den ausbeuterischen Umgang mit der Natur.

Therese-Stooss-05-2010

THERESE STOOSS

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