Atelier Worb: Visuelle Poesie

Corinne Vogel zeigt vom 20. August bis zum 5. September 2021 ihre energiegeladenen Werke. Auf der Suche nach Spannung und Balance erschafft die Thuner Künstlerin abstrakte Kunst, die körperlich und lebensnah ist.

Ihre expressionistischen Werke sind kraftvoll, dynamisch und strahlen doch eine, beinahe schon tänzerische, Leichtigkeit aus. Corinne Vogel arbeitet vorzugsweise mit Öl- und Acrylfarbe, ergänzt einzelne Details mit Kohle oder Pastellkreide. Ihre Werke entstehen in einem intensiven Malprozess. Von allen Seiten tritt sie an ihre Bilder heran, dreht und wendet sie, arbeitet auf dem Boden oder an der Wand, trägt Farbe auf, überschmiert, tropft, kratzt einzelne Flächen wieder frei, schafft Transparenz, die sie sogleich wieder mit Kohle oder Kreide zerstört. Die Künstlerin beschreibt diese Arbeitsweise als Verschmelzung mit dem Bild, die in der Stille entsteht. «Ich arbeite meist in der Stille. In der Stille finde ich Zugang zu einer Kraft, die ich versuche auf das Bild zu bringen.»

Corinne Vogel wurde 1983 in Basel geboren. An der Pädagogischen Hochschule Bern absolvierte sie die Ausbildung zur Lehrerin für Bildnerisches Gestalten und Musik Sekundarstufe 1, schlug dann aber den Weg zur Kunst ein. 2016 schloss sie ihr Kunststudium an der Universitat Politècnica de València, Spanien, mit dem Master ab. Seit 2016 lebt und arbeitet die Künstlerin in Thun.

Die Werke von Corinne Vogel waren schon in verschiedenen Gruppen- und Einzelausstellungen im In- und Ausland zu sehen. Auch in der Galerie Atelier Worb war sie an der Weihnachtsausstellung 2019 schon zu Gast.

Only her eyes spoke

«Only her eyes spoke» – der Titel der Ausstellung im Atelier Worb – ist eine gelungene Metapher, die die Kunst von Corinne Vogel umschreibt. Ihr Schaffen beinhaltet alles, was die Künstlerin umgibt und ihre Augen aufsaugen. «Ich sehe meine Bilder als eine Art Poesie.» Für ihre Werke begibt sie sich auf die Suche nach Spannung und Balance, webt Eindrücke aus ihrer Umgebung, dem Austausch mit anderen Menschen ein und lässt sie auf der Leinwand Gestalt annehmen. Zusammen mit einer breitgefächerten Farbpalette erzeugt sie eine Tiefe, die gewachsenen Strukturen gleicht und den Bildern eine lebendige Präsenz verleiht. Die Werke der Thuner Künstlerin sind unmittelbar und tragen eine Rohheit mit sich, die die Energien ihres Entstehungsprozesses fühlbar machen. Ihre Kunst ist abstrakt und doch lebensnah; eine intime Begegnungszone, die in einem Moment des Innehaltens erlebbar wird.

Die Gäste des Atelier Worb dürfen sich am 20. August nicht nur auf ein visuelles Erlebnis freuen, auch für musikalische Unterhaltung ist gesorgt. Der Geiger und Komponist Niklaus Vogel wird die Ausstellungseröffnung musikalisch untermalen. AW

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