Sternenmatte muss grün bleiben

In der Worberpost vom August 2022 wurde das Projekt der Firma Halter AG auf der Sternenmatte in Worb einmal mehr vorgestellt. Gemäss den Ausführungen des Vetreters der Generalunternehmung könnte man meinen, dass die bestehende Grünzone durch die geplante Überbauung noch grüner wird. Dem ist bei weitem nicht so.

Seit Generationen haben alle, von den Kleinkindern bis zu den Senioren, grosse Freude am Park hinter dem Restaurant Sternen und spazieren regelmässig daran vorbei oder legen einen kleinen Halt ein. Die Gemeinde Worb besitzt das Privileg, mitten im Dorf eine Naherholungszone zu besitzen, um die uns andere Gemeinden beneiden. Angefangen bei der Badi mit der Liegewiese über die Volière bis zum Sternenpark, entlang dem Bächu, besteht heute eine Einheit, die nicht zerstört werden darf. Weitsichtige Planerinnen und Planer haben die Wichtigkeit des Sternenparks für das Dorf früh erkannt und diesen im Baureglement als Grünzone ausgeschieden.

Diese Grünzone soll nun ohne triftigen Grund in eine Bauzone umgewandelt werden. Ich sehe absolut keinen Grund, warum der Generalunternehmung aus Zürich der rote Teppich ausgelegt wird, damit sie bei uns in Worb die einzige Grünzone überbauen kann. Dieses Pfand darf die Gemeinde unter keinen Umständen aus der Hand geben. Im kommunalen Richtplan steht ausführlich, dass Parkanlagen und Gärten zu erhalten und aufzuwerten sind. Die Zonenplanänderung steht dem diametral gegenüber.

Ich bin absolut der Meinung, dass eine verdichtete Bauweise innerhalb der Siedlungsstruktur dem Bauen auf der grünen Wiese der Vorzug gegeben werden muss. Die Verdichtung beim vorliegenden Referenzprojekt ist für diesen Ort ungeeignet und übertrieben. So ist eines der Gebäude so nahe beim Bächu vorgesehen, dass die Vernetzung mit der Volière und dem Pétanqueplatz total unterbunden wird. Der sogenannte Generationenspielplatz kann in keiner Weise die heutige Grünfläche ersetzen.

Die Umzonung der heutigen Grünfläche in eine Bauzone ist ein «No go» und darf nicht geschehen. Was würden zukünftige Generationen über Politiker und Behörden denken, die so etwas zugelassen haben?

Erwin Flückiger, Worb

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