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Gallus Tannheimer ist seit 2012 für die Christliche Ostmission tätig. 2019 übernahm er die Missions- und Geschäftsleitung des Hilfswerks. Bild: AW

50 Jahre Christliche Ostmission: Von Bibelschmugglern und Aufbau­helferinnen

Seit 50 Jahren leistet die Christliche Ostmission (COM) humanitäre Hilfe mit Fokus auf den ehemaligen Ostblock und Zentralasien. Am Samstag, 26. August 2023 feiert das Hilfswerk sein Jubiläum mit einem Tag der offenen Tür an seinem Sitz in der Bodengasse in Worb. Interessierte können sich auf einige Überraschungen freuen.

Die Anfänge des christlichen Hilfswerks klingen wie eine Abenteuergeschichte aus dem Kalten Krieg. Als der Verein 1973 als Filiale von «Underground Evangelism» (USA) in Bern gegründet wurde, teilte der eiserne Vorhang Ost und West noch unerbittlich voneinander. Im sozialistischen Osten wurden Religionen unterdrückt, religiöse Literatur wie z.B. Bibeln war nicht erhältlich. «Tatsächlich hat die Christliche Ostmission in ihren frühen Tagen mit Bibelschmuggel angefangen. Man hat christliche Literatur und Bibeln in präparierten Autos in den Osten transportiert», sagt Gallus Tannheimer, der seit 2019 Missions- und Geschäftsleiter der Christlichen Ostmission ist. Als sich die Grenzen der Sowjetunion ab 1988 allmählich öffneten und es möglich wurde Literaturpakete an Privatadressen zu schicken, weitete die COM ihr Unterstützungsangebot aus und organisierte Transporte mit Hilfsgütern. Bereits im Lauf der 1980er Jahre wurden humanitäre Hilfsprogramme in Asien lanciert. Seit 2011 ist die COM eine Stiftung und heute in 16 Ländern tätig. Die drei Hauptpfeiler dabei sind Humanitäre Hilfe, der Kampf gegen Menschenhandel und Gewerbeförderung. Seit 2019 unterstützt die Mission unter dem Stichwort «Fokus Seidenstrasse» vermehrt Projekte in Zentralasien. Man schaue dankbar auf die vergangenen 50 Jahre zurück und blicke hoffnungsvoll in die Zukunft, dementsprechend ist das Motto der Jubiläumsfeier: dankbar und hoffnungsvoll. Die Besucherinnen und Besucher können sich am 26. August auf ein abwechslungsreiches Programm freuen. Am Festakt werden internationale Referierende aus der Ukraine und Nepal teilnehmen und bei einer interaktiven Ausstellung werden die Projekte der Mission näher vorgestellt, dort wird sich auch die Gelegenheit bieten das neuerschienene Buch «Aus der Asche zur Blüte» von der Autorin Petra Schüpbach und er Illustratorin Jvana Manser signieren zu lassen. Food-Stände mit internationalen Köstlichkeiten werden für das leibliche Wohl sorgen. Für die Kinder wird ein spezielles Programm inklusive Kamelreiten bereitgestellt. «Ausserdem werden wir auch einen Wettbewerb mit attraktiven Preisen durchführen und um 16.30 Uhr wird es eine Überraschung geben.» Um was es sich dabei handeln könnte, will Gallus Tannheimer jedoch noch nicht verraten. AW

FESTPROGRAMM
Samstag, 26. August 2023, Bodengasse 14
9.30 Uhr Kaffee, Tee, Gipfeli
10.30 Uhr Jubiläumsfeier im Festzelt mit Referenten aus dem In- und Ausland
Ab 12 Uhr Mittagessen, Projektausstellung, Bürobesichtigung, Kellerkino, Raum der Stille und Kinderprogramm
16.30 Uhr Abschluss mit «Surprise»
Mehr über die Christliche Ostmission unter: www.ostmission.ch

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