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Revierförster Hansjörg Habegger und Martin Staedeli begleiten die Waldverjüngung im Bödeliwald. Bild: AW

Burgerkorporation Worb: Klimaangepasste Waldverjüngung

Die fortschreitende Klimaerwärmung zeigt sich auch in den Wäldern um Worb immer deutlicher, gerade für Nadelbäume wie Fichten wird es allmählich zu trocken und zu heiss, was sie anfälliger für Schädlinge macht. Aus diesem Grund soll im Waldstück auf dem Bödeli, das im Besitz der Burgerkorporation Worb ist, der alte Fichtenbestand geräumt und durch Laubbäume ersetzt werden. Die Massnahmen werden vom Revierförster und der Waldabteilung des Kantons Bern begleitet.

Es ist nicht alltäglich, dass Waldbesitzende zu einer Informationsveranstaltung einladen, um über eine bevorstehendes Waldverjüngung zu informieren. Doch das Vorhaben, das die Burgerkorporation Worb im Bödeliwald bei der ehemaligen Filzfabrik in Enggistein umsetzen will, ist alles andere als alltäglich: Eine Fläche von rund 50 Aren soll geräumt werden. Rund 20 interessierte Personen, darunter Gemeindepräsident Niklaus Gfeller, sind dem Aufruf der Burgerkorporation gefolgt und haben sich am 12. August auf dem Bödeli eingefunden, um zu erfahren, wie es mit dem alten Fichtenbestand weitergehen soll. Wie Revierförster Hansjörg Habegger von der Waldorganisation Kiesen- & Aaretal sowie Martin ­Staedeli, Regionalverantwortlicher Ost von der Waldabteilung Voralpen, die das Projekt unterstützen, ausführten, ist der Fichtenbestand auf dem Bödeli alles andere als stabil, bereits ein Gewitter stelle eine Gefahr für die Bäume dar, zudem zeigen sich reine Fichtenbestände besonders anfällig für Borkenkäfer. Durch die Klimaerwärmung verschieben sich die Vegetationshöhenstufen und Nadelbäume wandern allmählich in höhere Lagen ab, während im Flachland Laubmischwälder auf dem Vormarsch sind. Sollen Bedürfnisse an die Wälder wie naturnaher Lebensraum, Naherholungsgebiet, Schutzwald und Ressourcen wie Holz auch künftig abgedeckt werden, gilt es den Wald von morgen schon heute zu pflanzen. Was für Waldbesitzer nicht leicht ist, denn noch sind die genauen Auswirkungen der Klimaverschiebung kaum absehbar, genauso wenig kann heute schon gesagt werden, welche neuen Schädlinge sie mit sich bringt. Für Christof Läderach, Präsident der Burgerkorporation Worb, und Thomas Hofmann, der den Infoanlass organisiert hat, steht dennoch fest, dass die Massnahmen auf dem Bödeli noch dieses Jahr durchgeführt werden. «Die Fichten haben jetzt noch einen Wert und das Holz kann verkauft werden. Der Ertrag wird dann in die Pflege der neuen Bäume fliessen», sagt Christof Läderach und Thomas Hofman fügt an, dass es bei dem Holzschlag also nicht um Profit gehe, sondern darum den Wald gesund zu erhalten. Auf dem Bödeli soll eine möglichst naturnahe Klimafläche entstehen. Dafür werden gesamthaft rund 200 m3 Fichtenholz geschlagen. Anschliessend sollen standortgerechte Laubbäume wie Berg- und Spitzahorn sowie Berg­ulmen gepflanzt werden. AW

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