Heit Sorg zur Badi

In der Sitzung des Grossen Gemeinderates vom 11. September 2023 wurde die Umzonung der Sternenmatt in Worb mit einer Mehrheit von 39 zu 0 Stimmen genehmigt. Im Internetportal bern-ost konnte man anderntags lesen, dass der Gemeindepräsident zum Vorhaben gesagt hat, dass die meisten Leute für verdichtetes Bauen seien, aber nur wenn es nicht in der Nachbarschaft stattfinde. Ich bin kein direkter Nachbar der Sternenmatte und bin trotzdem gegen dieses Projekt.
Verdichtetes Bauen ist eine dringende Notwendigkeit. Das heisst aber nicht, dass man dafür eine Grünzone opfern muss. Es gibt in Worb andere Möglichkeiten. Ein sehr gutes Beispiel unter anderen ist das Areal der Brauerei Egger, wo im Moment der Planungsprozess eingeleitet wird. Direkt im Anschluss an die erwähnte GGR-Sitzung hat sich ein Komitee gebildet, das zeigen will, dass nicht alle Bürgerinnen und Bürger dem Gemeinderat und Parlament zustimmen. Mit dem Namen «Heit Sorg zur Badi» will die Gruppe mit einem Referendum eine Volksabstimmung erzwingen. Der Entscheid der Gemeindebehörde wäre damit viel breiter abgestützt. Die Hauptargumente der Gegner betreffen nicht nur die direkten Anwohner: Die vierstöckigen, 15 bis 18 m hohen Gebäude mit einem minimalen Abstand von 7 m zur Badi und Liegewiese bilden einen Riegel gegen Westen und zerstören damit den Weitblick. Die Nähe zur Liegewiese stört einerseits die Intimsphäre der Badigäste und anderseits die Bewohner durch die Lärmimmissionen. Unsere schöne Badi verliert an Qualität. Die vordere Hälfte der Sternenmatt ist im Moment noch als sogenannte Grünzone ausgewiesen. Im kommunalen Richtplan steht, dass solche Parkanlagen und Gärten zu erhalten und aufzuwerten sind. Die Aussage der Bauherrschaft, dass mit dem Projekt diese Grünfläche aufgewertet wird, kann ich mir schlecht vorstellen. Wie kann eine dichte Überbauung mit hohen Gebäuden eine Parkanlage aufwerten? Diese und andere Gründe haben zur Gründung des Komitees «Heit Sorg zur Badi» geführt. Die Unterschriftensammlung für das Referendum ist angelaufen. Ich möchte alle bitten, die unsere Meinung teilen, ihre Unterschrift zur Verfügung zu stellen.

Erwin Flückiger, Worb

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