Verantwortung für unsere Jugend und für die nächsten Generationen übernehmen

Ja zur Gesamtsanierung des Oberstufenzentrums Worbboden
Letztlich geht es bei der Abstimmung am 22. Oktober 2023 um die zentrale Frage: Wollen wir heute Verantwortung für unsere Jugend und die nächsten Generationen übernehmen oder bürden wir unseren Kindern eine Last auf, die mit jedem Jahr grösser und schwieriger zu tragen wird? Es ist schlicht unfair und feige, ein offensichtlich immer schlimmer werdendes Problem aufzuschieben, damit es andere lösen dürfen. Ich sage das bewusst mit aller Härte, denn ich habe nur wenig Verständnis für die Kritik an diesem für Worb wohl grösste und komplexeste Sanierungsprojekt in den nächsten Jahrzehnten. Nicht fundierte Behauptungen, dass dies ein Luxusprojekt sei und eine Steuererhöhung unausweichlich wäre, zeugen von fehlender Professionalität, mangelndem Wissen oder bewussten Falschaussagen. Ich durfte mir die letzten Monate sowohl in der Bildungskommission, am GGR-Informationsanlass und in mehreren Sitzungen im GGR ein Bild dieses Projekts machen.
Ich hatte nie den Eindruck, dass «nice to have»-Sachen im Projekt vorliegen. Im Gegenteil, man hat bewusst auf Dinge verzichtet und sich auf das Allernotwendigste beschränkt. Und dann noch die Behauptung, dass eine Steuererhöhung unausweichlich ist. Dass eine Gesamtsanierung des Oberstufenzentrums Worbboden eine Steuererhöhung aufgrund erhöhter Schulden gesetzlich unumgänglich macht, ist schlicht falsch. Und dass eine Steuererhöhung vom Stimmvolk durchgewunken wird, wäre mehr als nur eine Überraschung. Zudem kommt, dass man Schulden auch mit tieferen Investitionen in den Folgejahren reduzieren kann. Die momentane Situation weist darauf hin, dass aktuell grosse und dringliche Investitionen in diesem Aussmass wie im Worbboden weder vorhanden noch geplant sind. Zudem konnte die Gemeinde Worb die Verschuldung während der letzten drei Jahren trotz Investitionen konstant halten bei gleichzeitiger deutlicher Steigerung des Eigenkapitals. Mit dieser positiven Entwicklung dieser beiden Finanzkennzahlen (Verschuldung und Eigenkapital) besitzen wir eine solide Basis, um solch grosse und dringend notwendige Investitionen wie die Gesamtsanierung des Worbbodens aus finanztechnischer Sicht in Angriff zu nehmen. Bei der Kennzahl Verschuldung weise ich gerne darauf hin, dass wir diese Schuld bereits heute haben (einfach nicht in den Büchern, sondern im Gebäude) und diese steigt mit jedem Jahr an. Dieses Phänomen von hinausgeschobenen Werterhaltungsmassnahmen kennen wir auch in unserem Privatleben und wir wissen alle, dass es später nicht günstiger wird. Denn je längere wir mit der Gesamtsanierung des rund 50 Jahre alten Oberstufenzentrums warten, desto teurer wird es für die späteren Generationen.

Die EVP unterstützt zusammen mit GLP, die Mitte, SP und Grüne dieses sehr gut vorbereitete Geschäft mit dem Ziel, das rund 50-jährige Oberstufenzentrum kosteneffizient und bedarfsgerecht schnellstmöglich zu sanieren, um einen optimalen Schulbetrieb wieder zu ermöglichen und damit die Lernfähigkeit unserer Kinder zu unterstützen. Mit einem Ja am 22. Oktober 2023 zur Gesamtsanierung des Oberstufenzentrums Worbboden nehmen wir heute unsere Verantwortung für unsere Jugend und die nächsten Generationen wahr.

Mayk Cetin,
Mitglied GGR und Bildungskommission 
(ehemals Mitglied der ­Finanzkommission)

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