Grosis

Wenn ich in Worb einkaufen gehe oder ich im Tram sitze, begegnen mir oft Grosseltern mit ihren Grosskindern. Neuerdings höre ich genau hin, wie die Grosskinder ihre Grosseltern ansprechen. Warum? Darum: Grosi kennt ihr, oder? Manchmal werden die Grosseltern noch mit Wohnort ­verbunden, also zum Beispiel: «Zwüsimme-Grosi». Jetzt habe ich einen Artikel gelesen über Namen der Grosseltern. Und ich habe mich gefragt, ist das wirklich notwendig und warum. Ich muss dazu sagen, als ich diesen Artikel gelesen habe, schwankte ich zwischen einem Grediusilache bis hin zum Kopfschütteln. 

Schweizer Illustrierte titelt: «Diese Rufnamen tönen schöner als Grosi und Grosspapi»

Weiter im Text: «Das erste Enkelkind ist unterwegs und euch graust schon davor, ein ‹Grosi› zu werden? Es gibt viele alternative Kosenamen für Grosseltern, die nicht so alt tönen.» Und dann folgt eine Abhandlung von wegen diesen Grosis und Grossvatis, die weisse Haare haben und nicht mehr arbeiten und viel rumsitzen. Ah ja, unmodische Kleider sollen sie auch tragen. So weit so gut, die Grosis und Grossvatis sollen ja auch nicht auf den Catwalk, die sollen ja Kinder hüten. Zweiter grosser Titel: «Die Welt braucht alternative Bezeichnungen für Grosseltern.» Und jetzt kommts: Die ultimativen Vorschläge: 

Avino und Avo. Esperanto 
Yaya und Pappous Griechisch
Nainai und Yeye Chinesisch
Omama und Opapa Deutsch Plus

Und mein absoluter Favorit: Bibi und Babu, Suaheli. Die Frage sei doch erlaubt, ob wir diese Vorschläge wirklich brauchen. Zugegeben, in unserer Globalwelt sind Mischehen (auch in meiner Familie) gang und gäbe und wenn ein Elternteil aus Griechenland stammt, ist es logisch, dass die Kinder ihre griechischen Grosseltern Yaya und Pappous nennen. Nun, Grosseltern sind und bleiben Grosseltern und sie werden nicht jünger, nur weil wir sie auf Suaheli ansprechen.

Und bevor ich mich auf das absolute Glatteis bewege in Sachen Namen, lasse ich diese Randnotiz einfach mal so kurz und knackig stehen.

Wir lesen uns.

TINA MÜLLER

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