Das Sinfonieorchester an einem Auftritt 2016. Bild: zvg

Bärensaal Worb: Sinfonieorchester des Berner Musikkollegiums 

Das neue Programm des Berner Musikkollegium ist eine Zusammenstellung bekannter Stücke in Tanz- und Marschformation und einer nicht ganz alltäglichen Verknüpfung mit dem Saxophon. 
Wer klassische Musik aus der Epoche der Romantik sowie den Tango Nuevo liebt, kann sich auf einen spannenden Mix bekannter Werke freuen.

Das Berner Musikkollegium ist ein Amateur-Orchester, das alle Instrumentengruppen umfasst. Einzig Dirigent und Konzertmeisterin sowie in der aktuellen Formation der Saxophonist sind Berufsmusiker. Das Ensemble wurde 1909 gegründet und hat sich vom Salonorchester zu einem Sinfonieorchester beachtlicher Grösse und Qualität entwickelt. Es zählt über 60 Spielerinnen und Spieler aller Berufs- und Altersgruppen. Den Saxophon-Part übernimmt der Berufsmusiker Jonas Tschanz, ein passionierter Kammermusiker und Solist, dessen Konzerttätigkeit ihn bereits durch ganz Europa, nach China, Georgien, Japan, Kanada, Mexiko, Russland und in die USA führte.

Der Abend nimmt die Zuhörenden mit auf eine musikalische Reise ins 19. und 20. Jahrhundert. Sie wird eingerahmt mit Marschmusik von Edward Elgar für Holzbläser und Blechinstrumente. Die Stücke Pomp and Circumstance March Nr. 1 und March Nr. 2 sind zwei Militärmärsche aus einer Reihe sehr bekannter Kompositionen. Der erste Marsch wurde gar Englands heimliche Nationalhymne. 

Weiter führt die musikalische Reise zu Edvard Grieg, der in seinen Werken häufig typische Harmoniewendungen und rhythmische Muster des norwegischen Volkstanzes einbettete. Die Komposition Norwegische Tänze op. 35 entstand in einer Fassung für Klavier und wurde nach seinem Tod vom Prager Komponisten und Dirigenten Hans Sitt orchestriert. 

Mit Astor Piazzolla kommt schliesslich der Tango Nuevo ins Spiel. Piazzolla schuf in seinem Leben über 300 Tango-Kompositionen in Form von Kammermusik. Die Tango-Suite für Saxophon und Orchester, arrangiert von Theodore Kerkekos, lässt vermuten, dass Piazzollas Liebe zum Jazz diese Komposition beeinflusste. Denn wo sonst in seinen Tangos Streicher, Piano und Bandoneon dominieren, erhält hier das Saxophon eine ganz eigene Plattform. 

Auszüge aus Piotr Iljitsch Tschaikowskis berühmter Nussknacker-Suite op. 71a dürfen in dieser Darbietung auch nicht fehlen. Die Suite ist rhythmisch, melodisch, klanglich originell und abwechslungsreich. Sie zählt zurecht zu einer der populärsten Kompositionen von Tschaikowski. 
Musikliebhaberinnen und Musikliebhaber dürfen einem rhythmisch bewegten Abend entgegensehen.

FRANZISKA NIKLAUS

Info und Tickets
www.musicline.ch
Sonntag, 19. März 2023, 17 Uhr
Worb, Bärensaal 

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