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«Bar-Bara» Pop-up: Sommerparadies für Worb

Am 6. August 2021 ist es so weit, die Pop-up-Bar «Bar-Bara» öffnet ihre Klappe. Helene und Roland Bieri haben in den vergangenen Monaten mit viel Eigenleistung einen Baucontainer ausgebaut und sich so einen Traum erfüllt. Die 42-jährige Sachbearbeiterin und der 41-jährige Brunnenmeister von Worb erzählen von ihrem Leben mit «Bärble».

Ortstermin im Langenloh, Rüfenacht, wo Helene und Roland Bieri mit ihren zwei Kindern, zwei Hunden und einer Hühnerschar leben. Durch die offene Garagentür kann man einen Blick auf die Baucontainer-Bar, die gross und mächtig auf der Dachterrasse thront, erhaschen. Die Bieris bitten an den Esstisch in ihrer Wohnküche, schliesslich habe hier das Abenteuer «Bärble», wie sie ihre Bar liebevoll nennen, seinen Lauf genommen. Neben dem üblichen Kaffee und Tee werden auch Bier und Gin Tonic angeboten. «Wir üben noch das Drink mixen», sagt Roland Bieri.

Eine eigene Bar eröffnen; diesen Traum haben schon viele geträumt, doch was braucht es, um dieses Vorhaben auch umzusetzen? «Lockdown», antwortet Helene Bieri und ihr Mann ergänzt schmunzelnd: «Vielleicht auch noch ein bisschen Midlife-Crisis.» Tatsächlich hegt das Ehepaar diesen Wunsch schon länger und war bereits auf der Suche nach einem geeigneten Lokal. Aber unter den gegebenen Umständen wäre das Projekt eigene Bar nur schwer umsetzbar gewesen. Doch dann kam Corona und damit der Pandemie-Sommer 2020 – der Sommer der Pop-up-Bars. Die ausgelassene Stimmung der Pop-up-Szene inspirierte die Bieris und eröffnete neue Möglichkeiten für das Paar. So ein gemütliches Sommerparadies wollten sie auch nach Worb bringen. Im Februar machten sie sich ans Werk, über «Tutti.ch» fanden sie schliesslich einen ausrangierten Baucontainer, der bei ihnen auf der Dachterrasse platziert wurde, damit sie in jeder freien Minute am Ausbau arbeiten konnten. Der ganze Bauprozess kann auf Instagram verfolgt werden, «Bar-Bara» hat einen eigenen Feed.

Viele Gotte und Göttis

Alleine mit der Beschaffung und dem Ausbau eines Baucontainers ist es nicht getan, eine Bar braucht einen passenden Namen. «Wir hatten eine lange Liste mit möglichen und unmöglichen Namen», erzählt Helene Bieri und ihr Mann ergänzt: «Aber einfach war es nicht, bei uns ist jeder Entscheid hart umkämpft.» Doch bei «Bar-Bara» seien sie sich dann doch relativ schnell einig gewesen, der Name sitzt und ist bodenständig. Auch die Suche nach einem geeigneten Stellplatz und das Einholen der Festwirtschaftsbewilligung habe mehr Zeit beansprucht, als sie erwartet hätten. Als Brunnenmeister hat Roland Bieri in der Gemeindeverwaltung kurze Wege, doch alles Behördliche brauche halt seine Zeit und wegen Corona habe sich vieles hinausgezögert. «Es hat mich langsam begonnen an den Magennerven zu ziehen», sagt Roland Bieri. Auch Helene Bieri hatte zwischendurch «schon mal die Schnauze voll», wie sie sagt. «Vor allem, als wir feststellten, dass der Container in einem schlechteren Zustand war als erwartet.» 

Letztendlich haben die guten Erfahrungen überwiegt, viele «gute Feen» hätten sie in ihrem Vorhaben unterstützt, ob als Hilfe beim Ausbau oder beim Beschaffen von Material. «Wir haben Sponsoren, aber auch von Freunden, Kollegen und dem Worber Gwärb kam viel Unterstützung. Kurz, der Hinterste und Letzte, den wir angefragt haben, sagte cool, wir machen mit», so Roland Bieri.

Die «Bar-Bara» ist fertig eingerichtet, der Zapfhahn montiert und getestet und wartet nun auf ihren Einsatz auf dem Kiesplatz hinter dem Schulzentrum Worbboden. Neben der Bar werden – immer im Wechsel – auch Food Trucks von Anbietern aus Worb und der näheren Umgebung auf dem Platz sein, so dass von Essen bis Getränke alles abgedeckt ist.

Die Bieris freuen sich auf die zwei Monate, in denen sie jeweils von Donnerstag bis Sonntag hinter dem Tresen ihrer eigenen Bar stehen und ihre Gäste empfangen. Wie es danach mit «Bärble» weitergeht und ob es ein Wiedersehen gibt, können sie noch nicht sagen. «Wir lassen es auf uns zukommen und schauen, welche Erfahrungen wir machen», sagt Helene Bieri. AW

Öffnungszeiten
Die «Bar-Bara» ist donnerstags bis samstags von 17.30 Uhr bis 00.30 Uhr und sonntags von 11 bis 20 Uhr offen.
Mehr Informationen sind unter www.bar-bara.ch zu finden oder auf Instagram: Bar-bara_pop_up 

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