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Thomas «Hoschi» Hostettler erzählt aus dem Leben eines Schauspielers. Bild: AW

Berufstour 2024: Auf der Bühne zu Hause

Ein Worber, der auszog, um die Bretter, die die Welt, bedeuten zu erobern. Thomas «Hoschi» Hostettler stand schon auf den grossen Bühnen in der Schweiz, Deutschland und Österreich und vor der Filmkamera. An der Berufstour am 12. November stand er 5 Nachwuchsjournalisten Rede und Antwort.

Bei der Worber Post gehört es schon zum guten Ton, dass die Jugendlichen während der Berufstour nicht nur Einblick in den Journalismus erhalten, sondern gleich selbst zu Notizblock und Schreibstift greifen. Für die diesjährige Berufstour hat sich der Schauspieler, Performance-Künstler und Musiker Thomas «Hoschi» Hostettler den bohrenden Fragen von einer Schülerin und 4 Schülern aus dem Oberstufenzentrum Worbboden gestellt. Bei Karl’s kühne Gassenschau gehört er zur Stammbesetzung und durch seine Rollen in Filmen wie «Der Goalie bin ig» und «Platzspitzbaby» ist er einem grösseren Publikum bekannt. Ab Mai 2025 ist er im Wasserspektakel «Reception» von Karls kühne Gassenschau auf der Bühne zu sehen. Wie er so weit gekommen ist, was er macht, um sich auf Rollen vorzubereiten, und was ein Schauspieler so tut, wenn er nicht auf der Bühne steht, erzählt er in den Interviews mit den Jugendlichen. AW

Auf der Bühne


Wie ist es auf der Bühne zu stehen und wie kommt ein Schauspieler zu seinen Rollen? Das erfahren Sie von Thomas «Hoschi» Hostettler.

Wie war es das erste Mal auf der Bühne, waren Sie nervös?
Thomas Hostettler: Ja, ich hatte Lampenfieber. Arsch auf Grundeis!

Was ist das für ein Gefühl auf der Bühne oder vor der Kamera zu stehen?
Mittlerweile fühle ich mich sehr wohl. Wohler als sonst im Alltag.

Was mögen Sie lieber, auf der Theaterbühne zu stehen oder vor der Kamera?
Mir gefällt beides. Aber am liebsten spiele ich live vor Menschen.

Ist es ein grosser Unterschied vor der Kamera oder auf der Bühne zu stehen?
Es ist ein Unterschied. Vor der Kamera ist es intimer und am Schluss wird alles geschnitten. Auf der Bühne hat man direkt eine Reaktion vom Publikum.

Wie kommen Sie an Rollen?
Mittlerweile werde ich angefragt, mich kennen viele Leute. Aber am Anfang musste ich zu Castings gehen.

Was machen Sie, wenn Sie auf der Bühne den Text vergessen?
Ich mache einfach weiter und rede mich raus. Ich improvisiere.

Was war Ihre Lieblingsrolle?
Das war der Stofer in «Der Goalie bin ig». Die Zusammenarbeit mit den Kollegen hat mir da sehr gefallen.

Welcher Superheld wären Sie am liebsten?
Ich mag Batman, weil der keine Superkräfte hat, sondern sich alles selbst erarbeitet hat. Bei Dead Pool gefällt mir das Unkorrekte. Am liebsten wäre ich der Joker, der ist zwar kein Superheld, aber ich mag ihn, weil er anders als die anderen ist.
Interview: RUBEN VENEBERG UND ERMIN CATAKOVIC

«Am Schauspiel gefällt mir alles»


Thomas «Hoschi» Hostettler erzählt im Interview seinen Weg zum Schauspieler.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf?
Thomas Hostettler: Eigentlich alles. Durch diesen Beruf habe ich immer noch einen Abenteuerspielplatz.

Wenn Sie in der Zeit zurückgehen könnten, was würden Sie anders machen?
Das einzige was ich anders machen würde, wäre mein Hauptberuf. Ich würde Musiker werden.

Was haben Sie gemacht, bevor Sie Schauspieler wurden?
Ich bin in Worb aufgewachsen und habe hier Elektriker gelernt. Dann habe ich ein Jahr als Postbote gearbeitet. Danach habe ich 4 Jahre die Schauspielschule besucht.

Wie wird man Schauspieler?
Das kann eigentlich jeder werden, egal ob du eine Ausbildung hast. Es braucht Wille, Selbstvertrauen und natürlich Talent. Es braucht auch eine gute Stimmer, gerade wenn man auf der Bühne steht.

Wann haben Sie mit dem Schauspielen angefangen?
Eigentlich schon, als ich auf die Welt gekommen bin. Schon auf dem Spielplatz war ich der Hofnarr. Schauspieler in dem Sinn bin ich seit 1990.

Wann wurden Sie berühmt?
Ich habe immer viel gespielt. Ich war in der Schweiz, Deutschland und Österreich auf den grossen Bühnen. Die Filme haben auch dazu beigetragen und auch Karls Kühne Gassenschau, da spiele ich jeden Abend vor 1300 Leuten.

Waren Ihre Eltern begeistert von Ihrem Beruf?
Meine Mutter ja, weil sie wusste, dass mir die Elektrikerausbildung nicht gefallen hat. Mein Vater war am Anfang skeptisch. Er machte sich sorgen ob ich als Schauspieler genug Geld verdienen würde. Schauspielen ist ein harter Job.

Wie kamen Sie zur Musik und Performance?
Das hat mit meinem Kumpel Mike schon mit 15 Jahren angefangen. Wir haben immer sehr kreativ gespielt. Film und Theater hat uns fasziniert. In der Zivilschutzanlage bei der Badi haben wir geprobt und unser eigenes Ding gemacht.
Interview: ANNA GÜDEL

«Ich wollte Miss Marple werden»


Im Interview erzählt Thomas «Hoschi» Hostettler wie er sich auf eine Rolle vorbereitet und was er am liebsten neben der Bühne macht.

Gibt es Rollen, die Sie nicht spielen würden?
Thomas Hostettler: Nein. Ich habe schon alles gespielt und es gibt nichts, was ich nicht machen würde. Es geht mir um den Typ, in den ich reinschlüpfe.

Was war Ihr grösster Erfolg?
Ich würde sagen, das war «Der Goalie bin ig» von Sabine Boss und Karl’s kühne Gassenschau. Ich spiele dort sehr gerne, weil ich dort auch Stunts machen kann.

Wie bereiten Sie sich auf eine Rolle vor?
Ich lese viel Hintergrundliteratur oder schaue mir Dokus an. Oft besuche ich auch Leute und rede mit ihnen. Anders ist es, wenn man einen Alien spielt, da kann man selber kreativ werden.

Was machen Sie am liebsten, wenn Sie nicht auf der Bühne stehen?
Chillen, rumhängen. Unendlich viel lesen, Musik hören und Motorrad fahren. Ich habe eine Honda CB 750. Mit ihren 30 Jahren bereits ein junger Oldtimer, aber immer noch top.

Hatten Sie schon die Idee Ihre Karriere hinzuschmeissen?
Während der Pandemie habe ich mir das wirklich überlegt. Aber während des Ausnahmezustands im Lockdown ist viel Kreatives entstanden.

Was wollten Sie werden, als Sie klein waren?
Entweder Raumschiffkapitän oder Miss Marple. Damit meinte ich nicht Astronaut oder Polizist, nein, ich wollte Raumschiffkapitän sein oder eben Miss Marple.

Wenn Sie eine Gratisreise bekommen würden, wo würden Sie hinfliegen?
Am liebsten durchs Universum und wieder zurück. Aber wenn wir realistisch bleiben, dann nach Mikronesien. Ich liebe das Meer.
Interview: PAOLO RONCELLI UND KONSTANTINOS HANUSCH

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