Ernst nehmen

In Zeiten, in denen nichts mehr sicher zu sein scheint, in einer Welt, die an so manchen Tagen ratlos macht, wäre eine offene, transparente und nahbare Kommunikation wichtig. Vor allem in der Politik, die ohnehin latent im Verdacht steht, ein Hort von Gaunern und ahnungsloser «Schnurris» zu sein. Genau deshalb ist es umso wichtiger, dass wir bei jedem politischen Geschäft immer wieder den Beweis antreten, dass wir unser Mandat absolut ernst nehmen und dementsprechend kommunizieren.

Die Gesamtsanierung des OSZ Worbboden ist ein gutes Beispiel dafür. Den Orientierungsanlass für die Parlamentarier organisiert man gerade mal sieben Tage vor der geplanten ersten Lesung im Parlament. Nur, um sich dann darüber zu ärgern, dass die Verschiebung der ersten Lesung mit der Begründung beantragt wird, dass man zu wenig Zeit für die Vorbereitung eines 26-Mio.-Geschäfts hatte. Am letzten Montag fand dann im Grossen Gemeinderat die Ouvertüre zur Gesamtsanierung statt. Und wieder konnte man sehen, dass es bei der Kommunikation hapert. Die inhaltliche Debatte möchten wir an dieser Stelle gar nicht ins Zentrum stellen, sondern den Umstand, dass sich die Regierung nicht mal die Mühe nehmen wollte, öffentliche Orientierungsanlässe durchzuführen. Was bringt es, wenn das Projekt umfassend und solide geplant wurde, wenn die politisch Verantwortlichen am Ende das Projekt nicht offen, transparent und auf Augenhöhe präsentieren? Dabei wäre es doch genau bei diesem Geschäft wichtig, dass in allen Ortsteilen über dieses Geschäft debattiert wird! Wir hoffen, dass der Gemeinderat seine Haltung hier noch einmal überdenkt.

Das Geschäft ist wichtig, kostet verdammt viel Geld und betrifft schlussendlich die Schulbildung unserer Kinder.

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Marthaler Matthias

Adrian Hodler und Matthias Marthaler,
CO-Präsidium SP Worb, Mitglieder GGR

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