gleis2 sozialwerk: Neuer Standort im Worber Gewerbegebiet

Der gemeinnützige Verein gleis2 sozialwerk steht vor einem bedeutenden Schritt in seiner 16-jährigen Geschichte. Im Mai 2024 wird der Umzug von der Alten Mosterei in Worb an die Sonnenbodenstrasse 8 stattfinden. 

Der bisherige, zentrale Standort in der Alten Mosterei, in der sich seit der Gründung 2007 die Werkstätten und das Büro von gleis2 befanden, ist dem Sozialwerk gekündigt worden und muss per Ende 2024 verlassen werden. Die neuen Räumlichkeiten, bestehend aus einem Parterre von 550 m² und einem Zwischengeschoss von 150 m², versprechen eine optimale Arbeitsumgebung für die Mitarbeitenden. Bei der Einrichtung der neuen Räume wird auf Ergonomie, Helligkeit und eine saubere Umgebung Wert gelegt, denn diese Faktoren haben nachweislich positive Auswirkungen auf Gesundheit, Motivation und Leistung. Bei den Mitarbeitenden von gleis2 handelt es sich um Menschen mit Schwierigkeiten im Arbeits- und Privatleben, die beruflich und sozial wieder eingegliedert werden sollen und bei gleis2 ihre zweite Chance bekommen. Ihre Hauptaufgaben sind das Recycling von Elektronikschrott und Kunststoffen, die Kupfergewinnung aus Altkabeln, Wohnungsräumungen, der Bau von Transportkisten aus Holzpaletten sowie Garten- und Montagearbeiten für Private. Auch kreative Produkte wie Bilderrahmen, Bauklötze oder Holzbretter werden von den Mitarbeitenden gefertigt.

Gemäss Andreas Schüpbach, Geschäftsführer des Vereins gleis2 sozialwerk, ist die Organisation finanziell auf Unterstützung angewiesen, um die Einbau- und Umzugskosten zu bewältigen. Aufgrund der Belastungen durch die Coronakrise sind die eigenen Reserven begrenzt. Der Vermieter der neuen Liegenschaft, Lorenz Häuselmann, Inhaber der Firma Salzmann Transporte, hat bereits einen grosszügigen Beitrag geleistet, indem er den Mietzins für die ersten acht Jahre reduziert hat. Im Gegenzug werden die Mitarbeitenden alle Innenausbauten in Eigenleistung ausführen. Zur Finanzierung von Materialien, Einrichtungskosten und dem damit entstehenden Ertragsausfall während der Bauphase rechnet Andreas Schüpbach mit 120 000 Franken Kapitalbedarf. Die Suche nach den benötigten Geldern erfolgt in drei Phasen: Spender, Vertragspartner, Stiftungen und Institutionen sind bereits angefragt, Zulieferer und Gewerbekunden werden ebenfalls angesprochen. Und ab dem 2. Dezember startet eine Crowdfunding-Kampagne über die Plattform «Crowdfunding für dich – Crowdify» mit dem Ziel, 45 000 Franken der notwendigen Mittel zu beschaffen. KS

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