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Der Bioladen konnten am 14. Oktober 2023 wieder eröffnet werden. Bild: AW

gsund & gnuss: «Der Bioladen hat Potential»

Nachdem der beliebte Bioladen am 31. August vorübergehend schliessen musste, konnte am 14. Oktober Wiedereröffnung gefeiert werden. David Gerner, der vorübergehend die Geschäftsleitung übernommen hat und das gsund & gnuss Team haben die Zeit genutzt, um ein neues Konzept zu entwickeln.

David Gerner ist guter Dinge, er ist sich sicher, die Zukunftsaussichten für den gsund & gnuss stehen gut. Eigentlich ist der 28-Jährige bei der SBB im Bereich Infrastruktur tätig, in den Worber Bioladen hat ihn seine Zweitbeschäftigung beim Verein COLOC geführt. Der Verein betreibt in der Stadt Bern zwei Quartierläden und fördert die Vernetzung und Direktvermarktung für lokale Produkte und Produzierende. Er sei von Lieferantinnen und Worbern auf die Schwierigkeiten des gsund & gnuss aufmerksam gemacht worden, noch bevor die Ladeninhaberin Gabriela Streich auf ihn zugekommen sei. «Mir war schnell bewusst, der Laden läuft, die Kundschaft ist da», so Gerner. Ebenso profitiere der Bioladen von der Verbundenheit der Menschen hier. Worb sei ein funktionierendes Dorf, die Unterstützung ist, wie sich gezeigt hat, da. Neben der tatkräftigen Mithilfe durch die Interessengemeinschaft und den Spenden, die in den letzten Wochen eingegangen sind, habe man ebenso auf die Unterstützung der Lieferanten zählen können. Ohne diese Solidarität wäre ein Neustart nicht möglich gewesen.

Fürs Erste übernimmt David Gerner für vier Monate die Geschäftsleitung. Gegen aussen soll nicht viel verändert werden. Als Erstes werden die internen Abläufe modernisiert und wo möglich, automatisiert, was gleichzeitig auch einen besseren Überblick über die Warenverläufe mit sich bringt. In einem weiteren Schritt soll die Zusammenarbeit mit lokalen Produzentinnen und in der Region bereits vorhandenen Netzwerken im Bereich Landwirtschaft ausgebaut werden. Die Abhängigkeit von einzelnen grossen Lieferanten mache kleinere Geschäfte verwundbar. «Da reicht schon der Konkurs eines Lieferanten, um einen Laden ins Straucheln zu bringen», erklärt David Gerner. Zudem spiele für die Kundschaft neben Bio auch Saisonalität und Regionalität immer eine grössere Rolle beim Kaufentscheid. Ob das Konzept so aufgeht, werde sich nach der viermonatigen Sanierungsphase zeigen, wenn die Betriebskosten gedeckt werden können. In dieser Zeit bleibt für Kundinnen und Kunden weiterhin die Möglichkeit bestehen, ihre Anregungen und Wünsche einzubringen.

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Froh, wieder da zu sein: David Gerner, Gabriela Streich, Sandra Wick Wyss und Nelly Madotto (v. l. n. r.) Bild: AW

Auch künftig sieht David Gerner viel Potential im Bioladen. «Worb bietet den nötigen Spielraum für den gsund & gnuss.» Zunächst gelte es, die Aufmerksamkeit auf den Bioladen zu lenken, um vermehrt auch jüngere Kundschaft anzusprechen. Ein weiterer Schritt, der in Betracht gezogen wird, ist ein Standortwechsel. Ideen, wie und in welcher Form das umgesetzt werden könnte, sind bereits vorhanden. AW

Weitere Infos
www.gsund-und-gnuss.ch
Instagram: gsundundgnuss

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