Kunstschub 2021: Nadine K. Cenoz gewinnt

Der mit 7000 Fanken dotierte Förderpreis «Kunstschub» des Kulturvereins Atelier Worb geht dieses Jahr an Nadine K. Cenoz. Das Projekt «Zeichnungen als Partitur», der in Bern wohnhaften Künstlerin hat die Jury überzeugt.

Der Förderpreis, der seit 2018 nur noch alle zwei Jahre und mit einem höheren Preisgeld ausgeschrieben wird, zeichnet nicht bestehendes Schaffen aus, sondern soll Kunstschaffenden aus dem Espace Mittelland die Möglichkeit bieten, in ihrem Schaffen eine neue Richtung einzuschlagen.

Von den 24 Projekten, die dieses Jahr eingereicht wurden, hat die Eingabe von Nadine K. Cenoz bei der Jury – bestehend aus den Mitgliedern der Kunstkommission vom Atelier Worb – am meisten Eindruck gemacht. Kunst versteht Nadine K. Cenoz, die an der ETH Zürich ein Architekturstudium absolviert und in New York Kunst studiert hat, als Herausforderung. Ihr Schaffen treibt sie voran, um Zusammenhänge zu verstehen, inhaltlich weiterzukommen und Fragen zu formulieren und anderen zugänglich zu machen.

Zeichnungen als Partitur

In ihrer Arbeit setzt sie sich mit der Beziehung zwischen Zeichnung und Körper auseinander. Nadine K. Cenoz legt ihre Zeichnungen in ortsspezifischen Serien an. Ihre anthropomorphen Figuren sind ambivalent. Sie erscheinen vage auf dem Zeichengrund, sind blosse Repräsentation einer lebenden und fühlenden Daseinsform. In ihrem Atelier überträgt Nadine K. Cenoz ihre Figuren mehrmals, bis sie ein Eigenleben entwickeln. Mit ihrem Kunstschubprojekt will die Künstlerin den Übersetzungsprozess, den ihre Figuren durchlaufen, weiterentwickeln und umkehren, von dem mit dem Zeichenstift festgehaltenen Bewegungen und Körpern zurück zum Körper und Bewegung. Dafür sucht sie die Zusammenarbeit mit Tänzerinnen und Tänzern, um gemeinsam mit ihnen zu erforschen, wie sich eine Zeichnung zu Bewegung, einem Tanz zurückübersetzen lässt. Ihr Ziel ist es aus Zeichnungen eine Partitur zu erstellen, um so eine Grundlage für Choreografien zu erstellen. AW

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