Mobilitäts-Tipps – Verblühte Schönheiten

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Verblühte Blumen im Garten und auf dem Balkon wirken im Herbst oft wie vergessene Überbleibsel aus besseren Zeiten. Doch das braune Gestrüpp hat mehr zu bieten, als man denkt. Gerade jetzt entfaltet sich Wirkung aus dem, was wir im Herbst nicht abgeräumt haben.
Bis in den Spätherbst hinein haben uns die Blumen farbenfrohe Freude bereitet. Gartensaison vorbei, alles zurückgeschnitten, alles erledigt – so die gängige Logik. Aber immer öfter sieht man in Schweizer Gärten auch im Winter noch braune Stängel mit ihren grauen Köpfen der Kälte trotzen – aus gutem Grund.
Denn was für uns wie ein unappetitlicher Restposten des Sommers wirkt, ist für viele Tiere überlebenswichtig. Verdorrte Stängel etwa, die aufrecht stehen bleiben, werden zu sicheren Winterquartieren für Insekten, die sich tief in den Hohlräumen verkriechen.

Auch die verbliebenen Samenstände sind in der mageren Jahreszeit Gold wert: Sonnenblumen, Sonnenhut, Karden, Korn- und Ringelblumen verwandeln sich in üppige Winterbuffets für Vögel. Ihre Samen sind eine willkommene Energiequelle, wenn für sie sonst kaum mehr etwas zu finden ist. Mit etwas Glück tauchen sogar seltene Gäste wie Distelfinken im Garten auf – eine kleine Belohnung für ein bisschen herbstliche Zurückhaltung beim Pflanzenschneiden. Ein hübscher Lohn fürs Auge kommt dazu: Wenn Schnee fällt, werden die vertrockneten Blütenstände zu filigranen Skulpturen, die den Garten schmücken.

Doch damit nicht genug: Selbst wenn alle Samen verputzt sind, leisten die Pflanzenreste weiterhin ihren Dienst. So bieten sie den Vögeln im Frühling perfektes Nistmaterial – ein Vorrat, den der Garten ganz von allein angelegt hat. Aus vermeintlicher Nachlässigkeit wird damit ein klarer Startvorteil für die Biodiversität.

Quelle: PUSCH

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