Verwaltungsrat Wislepark Foto
Die Verwaltungsräte Thomas Schmidlin, Marc Stucki, David Santschi und Sven Christensen (v.l.n.r.) bei sommerlichen Temperaturen. Bild: AW

Sportzentrum Worb AG: Umliegende Gemeinden sollen sich beteiligen

In den vergangenen Monaten wurden zwei Vorstösse im Worber Parlament eingereicht, die sich um den Wislepark drehen. Während die Fraktion der Grünen den Einbezug der Bevölkerung zu den Sanierungsprojekten von Eishalle und Badi fordern, sieht die SP auch die umliegenden Gemeinden in der Pflicht, sich an den Kosten zu beteiligen. Beide Forderungen stossen bei Gemeinderat und Verwaltungsrat der Sportzentrum Worb AG auf offene Ohren.

«Die beiden Vorstösse haben bei uns offene Türen eingerannt», bestätigt Marc Stucki, Verwaltungsratspräsident der Sportzentrum Worb AG. Er teilt die Einschätzung des Gemeinderates, dass die Worber Bevölkerung mitbestimmen soll, wie es mit dem Wislepark weitergeht. Wie und in welcher Form diese Mitwirkung stattfindet, müsse aber noch erarbeitet werden. «Man muss dabei bedenken, dass es beim Wislepark in erster Linie um eine technische und eine finanzielle Sanierung geht», so Stucki. Der Verwaltungsrat sei aber für anderweitige Vorschläge und Anregungen aus der Bevölkerung offen. Was die anstehenden Sanierungen effektiv kosten werden, dazu kann Marc Stucki noch keine Auskünfte geben, da beide Vorprojekte derzeit noch in Vorbereitung seien. Was er bestätigen kann, ist, dass die Liquidität der Sportanlagen derzeit gewährleistet ist. Dennoch stellt sich die Frage, welche Angebote künftig aufrechterhalten werde, können um den Erhalt des Wisleparks zu sichern. «Worb wird sich fragen müssen, wie viel Wislepark wollen wir?», sagt Stucki dazu. Voraussetzung für Bereiche, die erhalten bleiben können, seien schwarze Zahlen, wie derzeit etwa beim Fitness- und Wellnessbereich. Es müssten zwar Unterhaltsarbeiten durchgeführt werden, um die Konkurrenzfähigkeit zu anderen Angeboten in der Gemeinde zu gewährleisten, doch die Zahlen seien solide.

Schwierige Ausgangslage
Im vergangenen Dezember hat die SP ein Postulat mit dem Titel «Sanierung Wislepark – Beteiligung der Umliegenden Gemeinden» eingereicht. Die Forderung, umliegende Gemeinden, deren Sportvereine und Schulen den Wislepark nutzen, stärker an den Kosten zu beteiligen, ist nicht neu. Doch nach wie vor fehlen die rechtlichen Grundlagen dazu. Zwar wurde 2024 im Grossen Rat des Kantons Bern der überparteiliche Vorstoss «Regionale Sportanlagenkonzepte fördern und Grundlagen für die Finanzierung des Betriebs schaffen» eingereicht, doch aktuell ist dieses Postulat immer noch pendent. Es sieht vor, dass regionale Sportzentren ähnlich durch Gemeinden und Städte mitgetragen werden, wie es bei kulturellen Angeboten der Fall ist. Denn der Wislepark ist im Kanton Bern längst nicht das einzige Sportzentrum, bei dem ein erhöhter Sanierungsbedarf besteht, und im Gegenzug ist Worb nicht die einzige Gemeinde in der Region, deren Finanzen stark belastet sind. Was auch Gemeindepräsident Niklaus Gfeller einräumt: «Aufgrund dieser Tatsache ist die Solidarität zur Mitfinanzierung regional bedeutender Sportanlagen im ganzen Kanton recht mager.» So beteiligen sich lediglich drei umliegende Gemeinden mit einem jährlichen Beitrag an den Worber Sportanlagen. Dabei handelt es sich um Vechigen, Stettlen und Rubigen. Ein entsprechendes Sponsoringkonzept zu erarbeiten, um weitere Gemeinden mit ins Boot zu holen, sei jedoch Aufgabe des Verwaltungsrates, da es das operative Geschäft betrifft. Wie der Gemeinderat in seiner Stellungnahme festhält, sollen Aufgaben und Kompetenzen klar geregelt bleiben und die Gemeinde als Aktionärin dürfe nicht willkürlich in die Aufgaben des Verwaltungsrates eingreifen. Auf Wunsch könne der Verwaltungsrat bei diesen Bestrebungen jedoch auf Unterstützung von Seiten des Gemeinderates zählen. Um festzustellen, wie gross das Einzugsgebiet des Wisleparks tatsächlich ist, werden ab diesem Jahr an der Kasse die Postleitzahlen der Besuchenden erhoben. Aufgrund dieser Datenerhebung sollen weitere Schritte geplant werden. AW

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