Umsetzung des Zukunftbildes der Gemeinde Worb – ein Vorschlag

In der letzten Parlamentssitzung wurden die Legislaturziele bis 2029 und das Zukunftsbild für die kommenden 20 Jahre zur Kenntnis genommen. Beide Dokumente sind auf der Homepage der Gemeinde Worb einsehbar und wurden in der letzten Ausgabe der Worber Post vorgestellt.

Ich verstehe diese Ziele als Leitsätze – als klare Richtungsvorgaben für anstehende Entscheidungen mit gestalterischem Potenzial. Als konkretes Beispiel möchte ich die Bahnhofstrasse aufgreifen. Dieses Projekt wurde letztes Jahr von einer breit abgestützten Spezialkommission erarbeitet. Nach intensiven Diskussionen und Kompromissen empfahl die Kommission dem Gemeinderat die Variante «Green». Diese ist gemäss ersten Schätzungen etwas teurer, greift aber genau die wichtigen Themen Entsiegelung und Beschattung des öffentlichen Raums auf.

Ohne den Vorschlag hier im Detail auszubreiten – die verschiedenen Kommissionen erarbeiten derzeit ohnehin konkrete Vorschläge zuhanden des Parlaments –, möchte ich einige Gedanken hervorheben, die mir im Zusammenhang mit den Legislaturzielen aufgefallen sind.

Entsiegelung als Schwerpunkt
Die Entsiegelung ist ein zentrales Thema für die Bahnhofstras-se. Die überbreiten Trottoirs sind durchgehend asphaltiert und laden nicht zum Verweilen ein – eher zum wilden Parkieren, beispielsweise vor dem Bankomaten der BEKB. Die grosse Fläche vor dem Restaurant Hirschen ist ebenfalls vollständig asphaltiert, wenig ansehnlich und wird oft als erweiterter Parkplatz genutzt. Zusammen mit der dritten Fläche bei der Abzweigung Schulhausstrasse/Brauereiweg ergibt sich eine beachtliche versiegelte Gesamtfläche, die durch Entsiegelung deutlich aufgewertet werden könnte.

Schwammstadt und Beschattung
Bei der Thematik der Schwammstadt geht es in erster Linie darum, das Wasser dort zurückzubehalten, wo es fällt. Es geht aber auch um die Hitzebekämpfung. Die Temperaturen sind in dicht besiedelten und versiegelten Gebieten deutlich höher als anderswo. Neben der Entsiegelung und dem Rückhalten des Wassers hilft hier auch die Beschattung. Bäume dienen als natürliche Schattenspender und bieten einen entscheidenden Vorteil: Je nach Art tragen sie im Sommer das meiste Laub und spenden dann maximalen Schatten. Im Winter, wenn wir das Sonnenlicht auf den Strassen und in den Wohnungen brauchen, werfen die laubfreien Bäume kaum Schatten. Dazu profitiert auch der Raum als Ganzes von der freundlicheren Gestaltung mit mehr grünen Flächen und Bäumen. 

Ich bin mir sicher, dass die Kommissionen und das Parlament bei der weiteren Bearbeitung des Projektes der Bahnhofstrasse die Legislaturziele im Hinterkopf haben werden. 

Herbert Jakob

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