Weg vom Auto!

Strassen wurden jahrzehntelang für Autos geplant und ausgebaut. Entsprechend schwer ist es heute als Velofahrerin Angst-frei durch den Verkehr zu kommen. Oft fehlt auf stark befahrenen Strassen der Velostreifen ganz. Wenn sich Autos und Velos die Strasse teilen müssen, wird es auch mit einem Radstreifen eng. Bei Einmündungen, Spurwechseln, an Kreuzungen und bei Strassenverengungen wird es gefährlich.
Der jährlich steigende motorisierte Individualverkehr bringt in Städten und Agglomerationen viele Probleme mit sich: Stau, Lärm, hoher CO2-Ausstoss und ein gros­ser Verbrauch an Bodenfläche.
Elektroautos werden uns nicht retten. Zwar reduzieren wir dadurch den CO2-Ausstoss, aber alle anderen Probleme werden damit nicht gelöst. 
Wir brauchen deshalb dringend eine Verkehrswende. Das Velo ist im Nahverkehr das schnellste und effizienteste Fahrzeug. Leider verzichten viele aus Angst vor heiklen Verkehrssituationen auf dieses Verkehrsmittel. Kein anderes Fortbewegungsmittel hinterlässt so wenig Spuren in der Umwelt und hat zusätzlich einen positiven Gesundheitseffekt. Es ist deshalb wünschenswert, dass der Veloverkehrsanteil stark wächst. Das erreichen wir nur, wenn eine entsprechend sichere und attraktive Infrastruktur zur Verfügung steht. Dank des E-Bikes steigen neue Benutzergruppen aufs Velo um. Längere Distanzen oder Höhendifferenzen sind für viele kein Hindernis mehr. Dieser Vorteil muss unbedingt genutzt und unterstützt werden.
Das Fördern des Langsamverkehres wurde lange Zeit verschlafen. Mit den heutigen Mobilitätsproblemen müsste nun endlich ein Schub durchs Land gehen. 
Viele Städte haben das Potential erkannt. Punktuell wird die Situation für den Langsamverkehr verbessert. In den Agglomerationen geht es nur zögerlich voran. 
Exemplarisch sieht man das in unserer Gemeinde. Durch die teure Verkehrssanierung wurde der Durchgangsverkehr in Worb zwar reduziert, aber an zusätzliche Sicherheit und Attraktivität für den Langsamverkehr wurde zu wenig gedacht und geplant. 
Die Verbindungsstrassen in die umliegenden Dörfer und somit auch die Schulwege unserer Kinder sind punkto Verkehrssicherheit und Attraktivität mangelhaft. 
Auch die Strassen nach Bern sind nicht auf die Bedürfnisse von Velos oder E-Bikes zugeschnitten. Dabei könnte das Ziel mit dem Velo oft schneller erreicht werden als mit dem Auto oder der Bahn.
Worb hat sehr gute ÖV-Anbindungen. Das Potenzial für Bike+Ride ist gross und müsste gezielt gefördert werden.
Bei der Mobilitätswende spielt das Velo im Nahverkehr eine zentrale Rolle, deshalb setzen sich die Grünen für sichere Veloverbindungen ein. Wir bleiben dran! Möchten Sie Ihre Ideen einbringen? Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung.

2110_Politforum-Grüne_Flentje-Sibylle

Sibylle Flentje Burkhard,
GGR-Mitglied

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