Faszination Bewegung: Am 27. April gibt Michèle Sturzenegger Einblick in das Leben von Moshé Feldenkrais und seine Bewegungslehre. Bild: zvg

Buchhandlung «Zur Schmökerei»: Feldenkrais – lebenslanges Lernen

Das Gesamtkunstwerk Mensch fasziniert Michèle Sturzenegger aus Bangerten schon seit vielen Jahren. Am 27. April gibt die Feldenkrais-Pädagogin in Ausbildung Einblick in das Leben von Moshé Feldenkrais und wie man für sich und seine Bewegungen mehr Bewusstheit entwickeln kann.

Wissenschaftler, Judolehrer und Entwickler seiner eigenen Bewegungslehre: Allein die Biographie von Moshé Feldenkrais ist faszinierend. 1904 im russischen Zarenreich geboren, emigrierte er mit 14 Jahren nach Palästina und arbeitete zunächst im Bau und als Privatlehrer für Kinder in Tel Aviv. 1930 ging er nach Paris, um Elektrotechnik und Mechanik zu studieren, und arbeitete in der Folge als Ingenieur im Labor von Irene Joliot-Curie. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges ging Feldenkrais nach England, wo er für die Britische Admiralität im Bereich Sonartechnik arbeitete. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit befasste er sich intensiv mit Kampfsport und war 20 Jahre Judolehrer. Im Lauf der Zeit entwickelte er sein eigenes körperorientiertes pädagogisches Ver-
fahren, dessen Ziel es ist, durch Schulung Bewegungsmuster zu erkennen und gegebenenfalls zu verbessern und Schmerzen zu reduzieren. Die Feldenkrais-Methode kann in zwei verschiedenen Anwendungsformen praktiziert werden. In Gruppenstunden, in Bewusstheit durch Bewegung, erforscht und entwickelt man in verbal angeleiteten Bewegungssequenzen auf achtsame Weise sich und seine Bewegungen. Während Einzelstunden in Funktionaler Integration stehen die individuellen Bewegungsmuster und Zusammenhänge und die Integration derselben im Vordergrund. Michèle Sturzenegger ist Expertin für Pflegeberatung, durch das Diskuswerfen und ihren pflegefachlichen Hintergrund hat die ehemalige Leistungssportlerin verschiedene Perspektiven auf das Thema Bewegung und lernte so die Feldenkrais-Methode kennen. Derzeit absolviert sie die Ausbildung zur Feldenkrais-Pädagogin und unterrichtet Gruppenstunden in der Alten Wäbi in Worb und in Bern. «Im Sinn von lebenslangem Lernen ist die Methode für alle geeignet, bis ins hohe Alter», sagt Michèle Sturzenegger und führt weiter aus: «Bei der Feldenkrais-Methode geht es um die Grundhaltung; es gibt kein Richtig oder Falsch, sondern es geht darum, Bewegungsmuster im Alltag wertfrei und bewusst wahrzunehmen und vielseitig anzuwenden, das kann sehr befreiend sein.» So richtet sich diese Methode nicht nur an Menschen, die sich gerne bewegen und ihr Bewegungspotenzial erforschen wollen, sondern auch an jene, die sich durch Bewegungseinschränkungen und verminderte Selbstwahrnehmung nach Unfall, Krankheit, Geburt oder aufgrund psychosozialer Belastungen weniger oder nicht mehr einschränken lassen wollen.

An ihrem Kurzvortrag in der Schmökerei wird Michèle Sturzenegger nicht nur auf das bewegte Leben von Moshé Feldenkrais und die Begründung seiner Methode eingehen, sondern die Anwesenden in einer freiwilligen Sequenz in Bewusstheit durch Bewegung in die Feldenkrais-Methode einführen. AW

Samstag, 27. April 2024 von 17 bis 18.30 Uhr in der Buchhandlung «Zur Schmökerei», Bahnhofplatz 1, Worb.

Eintritt frei – Kollekte

Auskunft und Anmeldung bei Michèle Sturzenegger: 
076 7 455 488 oder michele.sturzenegger@bluewin.ch

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