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Annette Graeter. Bild: zvg

Schule Worb: Wechsel in der ­Schulleitung

Annette Graeter gibt ihr Amt mit dem kommenden Schuljahr ab, ihre Nachfolgerin wird Frau Tae Rahel Woodtli. Als Schulleiterin für die 1. und 2. Klasse, Spezialunterricht sowie der Kindergärten Worb arbeitet Frau Graeter derzeit 50 bis 60 Stunden pro Woche. Die Schülerzahlen waren zuletzt am Sinken, doch mit der Aufnahme der ukrainischen Flüchtlinge könnte sich dies zukünftig wieder ändern.

Für ukrainische Kinder in Worb wird es in einem ersten Schritt eine Willkommensklasse geben. In einer Bestandsaufnahme hat uns Frau Graeter über die Themen und Projekte der Stufe Zyklus 1, (Kindergarten und 1./2. Klasse) erzählt und wir werfen einen Blick auf die angestrebten Kompetenzen sowie die zusätzlichen Angebote und Fördermöglichkeiten an den Schulen.

Reguläre Lektionen und weitere Angebote
Eine Worber 1. Klasse hat 25 Lektionen regulären Unterricht. Projekte wie Waldtage, Spielanlässe und Themenwochen sind wiederkehrende Höhepunkte im Schulalltag, häufig sind sie auch klassenübergreifend und für die Kinder sehr wichtig und prägend. Im Unterricht werden aktuelle gesellschaftliche Themen aufgenommen, von Biodiversität über Abfallentsorgung bis zum Klimaschutz. «Die Generation vor unseren Schülerinnen und Schülern ist aufgefordert, aktiv den Klimaschutz zu fördern und als Vorbilder zu leben», sagt Annette Graeter. Auch Projekte wie die Pausenplatzgestaltung oder das Pflanzen eines Apfelbaums pflegen naturnahes Bewusstsein. Worber Primarschülerinnen und Primarschüler haben zusätzlich die Möglichkeit, freiwillige Angebote der Schule zu nutzen, wie z.B. Flötenunterricht, Yoga oder Orff­unterricht. Worb pflegt insbesondere eine gute Zusammenarbeit mit der Musikschule unteres Worblental, die Musikunterricht und attraktive Veranstaltungen in den Worber Schulen anbietet.

Medienkompetenzen
Mit dem Lehrplan21 wird das Fach Medien & Informatik bereits in der Basisstufe angeboten. Es geht auf dieser Stufe darum, die Umwelt zu erfassen, zwischen realer und virtueller Welt unterscheiden zu können, die verschiedenen Medien kennen zu lernen und einen Umgang mit ihnen zu finden. Es geht eher um das Gestalten mit Medien wie zum Beispiel ein Plakat erstellen oder eine Zeitung lesen als um das Bedienen der Geräte. 

Lernförderung
Der Unterricht gemäss Lehrplan21 möchte grundsätzlich alle Kinder gemäss ihrem individuellen Lernstand fördern und bietet entsprechend geeignete Lernformen an. Ergänzend zum Regelunterricht unterstützen Lehrpersonen des Spezialunterrichts die Kinder. Diese Unterstützung kann in den Bereichen Logopädie, Psychomotorik, allgemeine integrative Förderung und auch Hochbegabung sein. Es gibt eine institutionalisierte Aufgabenhilfe zur Unterstützung der Kinder, doch mit der Einführung des Lehrplan21 haben Hausaufgaben in der Schule einen kleineren Fokus bekommen. Es gibt dafür mehr Trainingszeiten innerhalb der Unterrichtszeit.

Interaktion
Eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern ist für die Worber Schulen wertvoll. Im Kindergarten wird es sehr geschätzt, wenn Eltern sich als Begleitung für verschiedene Anlässe wie z.B. Sportunterricht melden. Die Motivation und Unterstützung der Kinder im Schulalltag durch ihre Eltern ist ein wichtiger Beitrag für den Lernerfolg. Für die Kinder und Jugendlichen untereinander gilt auch heute noch: Die Schule bleibt der zentrale Ort für Begegnung, egal in welchem Alter sie sind. Durch gute Beziehungen wird immer auch ein gutes Lernklima geschaffen. KS

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