Spaltung statt Gemeinschaft

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn Sie diese Zeilen lesen, sind die Wahlergebnisse des 22. Septembers schon bekannt. Ich aber sitze gerade im Zug auf der Heimreise von einem Kurs in Deutschland und frage mich, wie die Wahlen diese Woche ausgehen werden.

Hier in Deutschland (noch befinde ich mich zwischen München und der Schweizer Grenze) haben die letzten Landtagswahlen grosse Wellen geschlagen. Die AfD, eine in Teilen Deutschlands als rechtsextremistisch eingestufte Partei, hat historisch hohe Wahlergebnisse besonders im Osten Deutschlands erreicht. Mich beunruhigt dies. Scheinbar zieht es viele Menschen nach rechts aussen, wenn die Preise steigen und dadurch besonders Geringverdienende ernsthafte finanzielle Probleme bekommen (Rezession) oder Menschen in Not Rettung und Schutz im Heimatland der Wählenden suchen (Immigration).

Schauen wir in die USA, prägen «irre» Aussagen seitens Donald Trumps die Präsidentschaftswahlen: Personen mit Migrationshintergrund würden Haustiere essen und Kamala Harris wolle Transgender-Operationen an illegalen Aliens in Gefängnissen durchführen.

Populismus und Fake News sind in der Politik (wieder?) salonfähig. Es beelendet mich, dass sich unsere Gesellschaft immer mehr spaltet. Warum packen wir Probleme, die uns alle betreffen, nicht gemeinsam an? Ich erinnere mich, wie ich im Frühjahr 2020 davon ausging, dass uns die Corona-Pandemie als Gesellschaft zusammenschweissen würde. Schliesslich sind/waren wir alle betroffen. Doch das Gegenteil geschah.

Gleichzeitig schenkt mir gerade die Kommunalpolitik in Worb oft Hoffnung: Hier kommt es immer wieder zu überparteilichen Motionen und es herrscht ein regelmässiger Austausch unter allen Parteien. Bleiben wir also dran und engagieren uns für mehr Gemeinschaft!

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PAULA GÜNTHER

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