Spaziergang durch Worb 

Heute unternehmen wir einen Spaziergang durch Worb. Wir beginnen beim Bahnhof Worb-Dorf. Die Parkfelder rund um den Bahnhof sind schlecht besetzt, begreiflich – 30 Minuten gratis parkieren sind für die Erledigung von Einkäufen zu knapp bemessen. Das Parkierungs-System ist für die Konsumenten und in der Folge für die umliegenden Läden nicht optimal durchgedacht. Das Geschäft «zur Schmökerei» präsentiert sich vor uns. Die einzige Papeterie mit Büchern in Worb – zu diesem Laden ist Sorge zu tragen. Die Konkurrenz ist gross (Internet). Leider werden immer noch Bücher in der Stadt Bern gekauft und nach Worb geschleppt. Wir richten den Blick nach links und bewundern das prächtige Hotel und Restaurant «Löwen», einst ein renommierter Gasthof, insbesondere bekannt für Anlässe und Geschäftsessen in den heimeligen Sälen. Das waren noch Zeiten! Im heutigen Löwen hat sich die Gastronomie geändert, es werden u.a. sogar mexikanische Spezialitäten offeriert.

Wir spazieren der Hauptstrasse entlang, nicht unbedingt zum Flanieren einladend. Geschäfte fehlen, nein, nicht richtig – Coiffeur-Geschäfte spriessen wie Pilze aus dem Boden. Haarige Geschäfte – gut gibt’s noch die Gelateria, die die Hauptstrasse etwas versüsst. Für das Kulturelle von Worb sorgt das Kino. Vor uns taucht das prächtige Hotel / Restaurant «Sternen» auf. Auch hier hat die Gastronomie gegenüber früher geändert. Echt Italienisch mit vielen Pizza-Varianten. Pizza zum Mitnehmen für CHF 13.00. Vor Eintritt in die Bernstrasse begegnen wir einer Verkehrstafel – 20 km/h. Eine Anzahl Autofahrerinnen und Fussgänger kennen die genauen Vorschriften dieser Verkehrstafel immer noch nicht – eine nochmalige Aufklärung wäre von Vorteil. Nun schlendern wir die Bernstrasse entlang. Links die Meienhofstadt. Ich erinnere mich an die Opposition und Kritik bei der ursprünglichen Realisierung. Das Quartier hat sich nun zu einem kleinen Geschäftszentrum entwickelt. Die angesiedelten Geschäfte haben das Nötige dazu beigetragen.  Wir begegnen dem Kreisel. Ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. In Stosszeiten lange Autokolonnen. Über die unterschiedliche Gestaltung der Kreisel möchte ich mich nicht äussern, teilweise eine Katastrophe. Vor Jahren gab es eine Ausschreibung über Gestaltung und Pflege der Kreisel, die unterbreiteten Vorschläge sind jedoch im Verkehr überfahren worden. Wir fussen Richtung links und begegnen der Eisenwarenhandlung «Rüfenacht». Weit über Worb hinaus bekannt. Auf einer Verkaufsfläche von 2000 Quadratmeter bietet das Fachgeschäft Haushaltartikel, Werkzeuge, Maschinen, Spiele, Grill, Gartenmöbel usw. usw. an. Über 100 000 Positionen – wer findet sich da noch zu Recht? Es ist Heinz Rüfenacht, der das Geschäft immer noch fest im Griff hat. Vis-à-vis das Restaurant «Hirschen». Essen: gut bürgerlich, seit Jahren eine bewährte Speisekarte. Ein Restaurant wie man es in Worb wünscht und schätzt. Vor uns die Brauerei «Egger». Auch dort gab es Veränderungen. Das heimelige Restaurant ist verschwunden und macht voraussichtlich Platz für Wohnungen. Beim Brauen von Egger-Bier gibt es neue Prozesse, gebraut wird noch in Worb, aber die Abfüllung der Tranksamen erfolgt im Appenzeller-Land. Fazit: Vor der Konsumation des Bieres geht die Flüssigkeit auf Reisen. Unverändert dominiert das Schloss hoch oben. Wir nähern uns dem Bahnhof. Rechts das Altersheim – nein, nicht richtig – das Pflegeheim. Bei schönem Wetter sitzen die Pensionärinnen draussen an der Sonne und freuen sich an den eilenden Fussgängern, die sich zum Bahnhof begeben – «schön und unterhaltsam war das frühere Arbeitsleben!», geht einigen Pensionären durch den Kopf. Vor uns der Bahnhof. Wir sind am Ende unseres Spaziergangs durch das Dorf Worb. Eventuell habt ihr Lust, liebe Leserinnen und Leser, demnächst durch Worb zu spazieren, dabei könnt ihr euch selbst Gedanken und Eindrücke über das Gesehene ausmalen. Viel Spass!

HansBeck

HANS BECK

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