Suffizienz-Tipp 9 – Suffizientes Wohnen

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Beim Wohnen haben nicht nur Gebäudestandards für Energieeffizienz und Klimaverträglichkeit sowie der Einsatz von nachhaltigen Materialien und Rohstoffen beim Bauen einen Einfluss auf die Umwelt, sondern insbesondere auch die individuellen Ansprüche an Wohnfläche und Ausstattung. 
Suffizientes Wohnen bedeutet, dass weniger Fläche zum Wohnen gebraucht wird. Ohne Komfortverlust werden dabei Wohnräume mehrfach und gemeinschaftlich genutzt. Suffizient wohnen heisst auch, nicht viel und wahllos zu konsumieren, sondern sich zu überlegen, was man wirklich braucht, um zufrieden zu sein und sich wohlzufühlen.

Eine Wohnung teilen
Es gibt altbekannte und neue Ideen und Formen des Wohnens, welche die Wohnfläche pro Kopf reduzieren oder wo Wohnräume gemeinschaftlich genutzt werden. In Wohngemeinschaften wird Bad, Küche und oftmals auch ein Wohnzimmer gemeinsam genutzt. Beim Cluster-Wohnen haben die Bewohnerinnen und Bewohner eine eigene abgeschlossene Wohnung und nur ein Gemeinschaftsbereich wird geteilt. Inzwischen gibt es nicht nur Studenten-WGs, sondern auch Wohn- und Hausgemeinschaften, in denen ältere Menschen zusammenleben oder verschiedene Generationen unter einem Dach wohnen. Viele ältere Leute schätzen es sehr, dass der soziale Kontakt bei solchen Wohnformen deutlich zunimmt. In Worb entwickelt aktuell eine Wohnbaugenossenschaft auf dem Areal der ehemaligen Haushaltsschule Sonnhalde ein zukunftsweisendes Projekt mit suffizientem Charakter (www.sonnhaldeworb.ch).

Wohnraum verkleinern
Die Kinder sind ausgezogen oder man ist wieder Single. Ändern sich die Lebensumstände, könnte man oftmals auch die Wohnsituation anpassen. Ob ein Mikroappartement, ein Minihaus oder auch eine kleinere Wohnung: Das spart häufig nicht nur Miet-, sondern auch entsprechende Nebenkosten. Eine Reduktion der Wohnfläche pro Person führt zu weniger Energieverbrauch und es entstehen weniger negative Emissionen.

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