Zu spät…

Meine leichtsinnig ausgesprochene Zusage, eine Randnotiz für die Worber Post zu schreiben, bereuend, sitze ich, kurz vor Redaktionsschluss, vor dem Rechner – suche verkrampft nach Ideen, nach einem Wurf, einer Eingebung – und finde nur Zerstreuung. Surfe Informationen über die scheinbar in der Schweiz sichtbaren Polarlichter hinterher, obschon ich mir ziemlich sicher bin, dass diese vielleicht in der menschen- und lichtfreien Sperrzone des hinteren Lötschentals zu sehen wären, sicher aber nicht von Worb aus. Strahlen nicht Schloss, Kirche, all die neuen, dynamischen Strassenlaternen, ja selbst der beleuchtete Schriftzug auf dem irgendwie der Kaaba nachempfundenen Lagerhaus von Elag Gerüstbau tausendmal heller als jede Aurora Borealis? So oder so, «Aurora» – Morgenrot – hiess auch das Schiff von Tim und Struppi in dieser abstrusen Geschichte, deren Inhalt einem schlechten Pilztrip ähnelt. Pilze, welche denn auch tatsächlich Teil der Story sind und in monströser Grösse aus dem auf die Erde niedergegangenen Bruchstück eines Kometen schiessen. Ein Komet, welcher beinahe das Ende unseres Planeten bedeutet hätte. Und so frag ich mich, da mich dies sofort an eine erst kürzlich gelesene Meldung zum Asteroiden 2024 YR4 erinnert, welcher eventuell – in ziemlich genau sieben Jahren – mit der Erde kollidieren wird, ob es ratsam wäre, besagten Bildband, quasi präventiv, wieder mal durchzublättern. Und bei der Lektüre merke ich, wie dankbar ich bin, zu so später Stunde solch abwegige Geschichten über eine an den Haaren herbeigezogene Beinahe-Apokalypse lesen zu können – hier in Worb, scheinbar fern von so vielen bedrohlichen und realen Weltuntergangsszenarien. Und genau dies wäre wohl etwas, was eine Randnotiz wert wäre, wäre es nicht schon so dermassen spät!

NICULIN TÖNDURY

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